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Tägliche Gebete.
Vorerinnerung.
Sobald der Morgen anbricht, lasset uns die Erstlinge des Tages dem Gebete weihen und preisen den Schöpfer aller Dinge. Beginnt die Sonne ihre Strahlen über die Erde auszustreuen, so gehen wir an unser Tagewerk; aber verbinden wir mit demselben fromme Gedanken und Gebete, damit durch diese alle unsere Werke und Mühen uns gewürzt und versüßt erscheinen. Bevor wir unser Mahl einnehmen, lasset uns beten; indem wir nach dem Brode greifen, lasset uns Dem Dank ſagen, Der es uns gespendet hat. Haben wir uns sodann im nothwendigen Genuß gestärkt, so entfliehe nicht die Erinnerung an den Wohlthäter aus unserem Gedächtnisse. Legen wir unsere Kleider an, so geschehe es mit Dank gegen den göttlichen Geber, der unsere Blöße bedeckt und uns in jeder Jahreszeit nach unseren Bedürfnissen versorgt. Ist der Tag zu Ende, so lasset uns hinwiederum Dem danken, der die Sonne zu unserem Dienste heraufgeführt hat, und nun wieder mit Feuer und Licht und anderen Wohlthaten für unseren Körper uns beschenkt. Die Nacht möge uns dann wieder andere Veranlassungen zum Gebete bringen. Blicken wir nach dem Himmel in ſeiner Sternenpracht, so lasset uns anbeten den Herrn und Schöpfer aller Dinge, der nach Seiner Weisheit Alles wohl geordnet hat. Sehen wir die ganze belebte Natur in Schlaf versunken, so lasset uns abermals beten zu Dem, der auch ohne unseren Willen uns durch den Schlaf von unseren täglichen Mühen erlöst, und nach kurzer Ruhe uns mit erneuerter Kraft erwachen


