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Ehre sei Gott in der Höhe : Gebet- und Erbauungsbuch für Katholiken ; illustrierte Prachtausgabe / von Heinrich Himioben
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wandelt das, was Er uns versagt, in eine nüßlichere Gabe um. So schenkt auch der leibliche Vater dem Kinde, das nach Brod verlangt, solches gerne; will es jedoch ein Messer dazu, so verweigert er solches, und bricht ihm entweder selbst das Brod, oder läßt es ihm von Anderen brechen, um es der Ge­fahr und Mühe zu überheben.

Dreierlei Dinge sind es aber, um welche wir zu beten haben. Zwei gehören dem gegenwärtigen Leben an: die Güter des Leibes und der Seele; das dritte ist die Seligkeit des ewigen Lebens. Um die Güter des Leibes müssen wir Gott bitten, weil alle leibliche Güter eben sowohl als die geistigen Ihm angehören und von Ihm gespendet werden. Defter jedoch und inniger ziemt es uns, um die Güter der Seele, um die Gnade Gottes nämlich und um Tugenden zu beten. Aus gan­zem Herzen endlich und mit größter Sehnsucht müssen wir zu Gott um jenes Leben flehen, wo einstens unser Leib und un­sere Seele zu vollkommener Glückseligkeit gelangen ſoll. 1)

Endlich seyen wir nicht blos unser im Gebete eingedenk. Für sich selbst zu beten, zwingt die Noth, für Andere zu beten, mahnt die brüderliche Liebe. Schöner aber ist vor dem Herrn ein Gebet, das nicht die Noth auspreßt, sondern das ein Erguß der brüderlichen Liebe ist.

So hebe sich denn unsere Seele zu Gott empor! Wo Gebet und Danksagung ist, da kehrt die Gnade des heiligen Geistes ein, es fliehen die bösen Geister und die feindlichen Mächte werden besiegt und zerstreut. 2)

1) Der H. Bernhard. 2) Der h. Chrysostomus.