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Gesangbuch für die protestantische Kirche des Königreichs Bayern : [nebst] Anhang von Gebeten
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Morgen und Abendgebet am Samstage.

auf folgende Ewigkeit bekümmere. Deffne allen gedanken, lofen Sündern, die ihre Buße von einem Tag zum andern auf. schieben, die Augen, daß sie den Abgrund, an dem sie schwins deln, mit Schrecken wahrnehmen. Laß ihnen die schnelle Flüchtigkeit ihres kurzen und ungewissen Lebens recht fühlbar werden. Gib, daß ihnen der letzte Tag dieser Woche ein Bild von dem Ende ihrer Gnadenzeit sey, damit er auch der letzte ihres lasterhaften Lebens seyn möge. Ach, laß sie Alle dich suchen, weil du noch zu finden bist! Gib, o ewige Liebe, daß fie heute noch umkehren und bedenken, was zu ihrem Frieden dienet.

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Sen heute, barmherziger Vater, mit deinem Segen bei mir, wie du es diese ganze Woche warest! Laß mich dem Ziele der Vollkommenheit immer näher kommen, und Alles mit Eis fer thun, was mich in deiner Furcht und in der freudigen Ausübung der Tugend erhalten und stärken kann. Möchte ich endlich auch meine Gedanken oft auf dein Grab lenken, o mein verherrlichter Erldser! An diesem Tage feiertest du auch einen Sabbath nach vielem Leiden. Möchte ich einst auch so ruhig, und mit so süßen Hoffnungen einer fröhlichen Auferstehung entschlafen! Möchte ich nicht in das Grab fins ken, bis auch ich so viel Gutes gethan habe, daß ich mich mit Freuden niederlegen, und die Verwesung nicht fürchten darf! D Herr! hilf mir zu diesem Glück, um deiner unaussprech lichen Liebe und Barmherzigkeit willen! Amen.

Abendgebet am Samstage.

Vater der Barmherzigkeit, der du unerschöpflich an Güte

und unermüdet im Wohlthun bist,- ewiger und unendlicher Cott, wie soll ich dir danken für alles das Gute, das du mir diese Woche hindurch vom ersten bis zum leßten Augenblick erzeigt haft? Wo soll ich die Empfindungen und Worte hers nehmen, mit denen ich dein Lob nach Würde verkündigen konnte? Ich kann nichts anders sagen, als: Du bist mein Vater! du bist die Liebe! Ich aber bin unwürdig, und viel zu gering aller Barmherzigkeit und Treue, die du an mir ges than haft.

Dwie viel Gutes hast du mir in dieser nun geendig, ten Woche erzeigt! Du hast mich erhalten, ernährt, mein Herz mit Speise und Freude erfüllt; so manches Unglück, was mich hätte treffen können, gnädig abgewendet; vor vies len Sünden und Versuchungen mich bewabret, mich Unter