Druckschrift 
Gesangbuch für die protestantische Kirche des Königreichs Bayern : [nebst] Anhang von Gebeten
Einzelbild herunterladen

22

Algemeine Lobgesänge.

Erben; vor dir ist alles offen. bar: du hießest Alles werden.

6. Du bist nicht fern, du bist um mich, bei Allem, was ich thue; schirmst mich bei Tag, und schaffst, daß ich auch schlafend sicher ruhe.

7. Du bist mir allenthalben nah'; wenn ich an's Meer ents flöhe und selbst gen Himmel, bist du da, und folgst mir, wo ich gehe.

Eigne Melodie.

seu horft mein Seufzen, 35. Soll ich meinem

allen

fennst mein Fleh'n und ' Nath der Seele, du hast mein Thun voraus geseh'n, weißt, wie oft ich fehle.

und

9. Herr, du bestimmtest, eh' ich war, wie lang ich leben follte; und deine Liebe wog mir dar, was sie mir geben wollte.

10. Nichts, nichts, o herr, mein Gott, ist mein, das dir nicht angehöre. Mein Mund soll stets voll Lobes seyn, zu deines Namens Ehre.

11. O, wer kann aller Wun­der Pracht in deiner Schd. pfung fassen? Der Wurm ver­kündigt deine Macht, du hast ihn werden lassen.

12. Der kleinste Halm auf unsrer Flur ist deiner Weis­heit Spiegel. Dein Loblied, Vater der Natur, find Auen, Thal und Hügel.

13. Du trankst mit Regen unser Land, und gibst uns grü­ne Weiden. Empfangen wir von deiner Hand nicht Korn und Wein und Freuden?

14 Herr, ohne deinen Wil. len fällt kein Sperling hier auf Erden; wie sollte, da dein Arm mich hålt, mein Herz nicht ruhig werden?

15. Allmächtiger, bist du mein Schuß, so steh' ich fest in Stürmen. Ich biete selbst der Hölle Truß; denn du wirst mich beschirmen.

Gott nicht singen? Sollt ich ihm nicht dankbar seyn? Solls te nicht in allen Dingen seine Liebe mich erfreu'n? Ist's doch nichts als lauter Liebe, das sein treues Herz bewegt, das mit Vaterhånden trägt, die in seinem Dienst sich üben. Al­les währet seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit.

2. Wie ein Adler sein Ges fieder über seine Jungen streckt, also hat auch meine Glieder, Gott, dein starker Arm bedeckt. Ja, noch eh' ich war geboren, hatte deine Liebe schon mich in deinem lieben Sohn sich zum Liebling auserkoren. Al les währt nur kurze Zeit, Gots tes Lieb' in Ewigkeit.

3. Für mich Armen, mich Verlornen, der ich Staub und Asche bin, gabst du ihn, den Eingebornen, in den herbsten Tod dahin. Wer muß hier nicht Liebe finden, deren Tiefe unser Geist, selbst wenn Gott uns Beistand leist't, nimmer