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Gesangbuch für die protestantische Kirche des Königreichs Bayern : [nebst] Anhang von Gebeten
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Allgemeine Lobgesänge.

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Bau so schon vollenden konnte deine Allmacht nur. O wie könnt' ich deine Werke, ihre Regelmäßigkeit, Pracht und Mannigfaltigkeit, wie die Zeu­-gen deiner Stärke, deiner Huld und Weisheit seh'n, und doch stumm vorüber geh'n?

2. Rings auf Erden hallt es wieder: Gut und groß ist, der uns schuf! Betend werf auch ich mich nieder: Herr, dein Preis sey mein Beruf! Preis, daß ich dich Vater nenne; Preis, daß ich dich rühmen daß auch ich

Mel. Womit soll ich dich wohl

burch dich begann, dich als 25. alte ich nicht Låne

meinen Schöpfer kenne, daß ich deiner Güte voll immer mehr dich lieben soll.

3. Ja, wann Thränen mir entgleiten, will ich deine Schöpfung seh'n, und durch ihre Herrlichkeiten froh mit offnem Herzen geh'n. Alle steh'n ja unverschlossen, sind dem Vermsten ja bekannt. Näher werd' ich dir ver­wandt, hab' ich schuldlos sie genoßen. Still und heiter wird mein Sinn, wenn ich hier nicht fühllos bin.

gibt, o der zeigt, daß er mich liebt.

5. Ja, wer wollte je ver­messen mitten in der schönen Welt deiner Herrlichkeit ver. gessen, und nicht thun, was dir gefällt? Du, der selbst dem kleinsten Wurme seine Vatersorge weiht, du bist's, der auch mich erfreut in der Stille, wie im Sturme. Danks bar will ich dir vertrau'n, und mein Heil auf dich nur bau'n!

ger, fließe, stille Thräne meis nes Danks, und mein volles Herz ergieße sich in Strome des Gesangs! Selig einst vor ihm zu werden, schuf mich Gott; und schon auf Erden seh' und fühl' ich's wons nevoll, was ich künftig wer­den soll.

2. Jeder Tag gebiert mir Freude, Freude jeder Augen­blick; selbst die Schmerzen, die ich leide, segnen mich und werden Glück. Riefeln nicht im Pilgerlande Quellen auch im dürren Sande? Immer strahlt die Sonne nicht, aber auch die Nacht hat Licht.

4. Du gedachtest meiner Leiden eh' noch dieses Herz dir schlug; sorgtest schon für meine Freuden vor dem er- 3. Strömen nicht durch alle sten Athemzug. Zum Genuß Sinne Lustempfindungen mir für Leib und Seele hast du, zu? Jedes Glück, das ich ges Herr, mit Freundlichkeit so winne, wer gewährt es mir, viel Gaben ausgestreut, daß als du? Ist es, Gott, nicht ich im Genuß oft wähle. deine Gabe, daß ich diese er so viel, so gern mir Sinne habe, und zum tåg.