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Gesangbuch für die evangelisch-lutherische Kirche in Bayern : [nebst] Anhang kurzer Gebete [und] Ordnung und Form des Hauptgottesdienstes an Sonn- und Festtagen
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Lob- und Danklieder.

17. Er hat noch niemals was verfehn in seinem Regiment. Nein, was er thut und läßt ge­schebn, das nimmt ein gutes End.

18.( Si nun, so laß ihn ferner thun und red ihm nichts darein, so wirst du bier in Frieden ruhn und ewig fröhlich ſein.

Paul Gerhardt, geb. 1607,+ 1676.

Mel Lasset uns den Herren preisen zc. 7. Sollt ich meinem Gott nicht fingen? Sollt ich ihm nicht fröb­lich sein? Denn ich seh in allen Dingen, wie so gut ers mit mir mein. Ist doch nichts als lauter Lieben, das sein treues Herze regt, das ohn Ende bebt und trägt, die in seinem Dienft sich üben. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit.

2. Wie ein Adler sein Gefieder über seine Jungen streckt, also bat auch hin und wieder mich des Höchsten Arm gedeckt, alsobald im Mutterleibe, da er mir mein Wesen gab und das Leben, das ich hab und noch diese Stunde treibe. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit.

3. Sein Sohn ist ihm nicht zu teuer, nein, er gibt ihn für mich hin, daß er mich vom ewgen Feuer durch sein teures Blut gewinn. Odu ungegründter Brunnen, wie will doch mein schwacher Geist, ob er fich gleich hoch be fleißt, deine Tief ergründen kön­nen? Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit.

4. Seinen Geist, den edlen Führer, gibt er mir in seinem Wort, daß er werde mein Regie­rer durch die Welt zur Himmels

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pfort; daß er mir mein Herz erfülle mit dem bellen Glaubense licht, das des Todes Reich zer­bricht und die Hölle selbst macht stille. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit.

5. Meiner Seele Woblergeben hat er ja recht wohl bedacht; will dem Leibe Not zustehen, nimmt ers gleichfalls wohl in acht. Wenn mein Können, mein Vers

mögen nichts vermag, nichts bel­fen kann, kommt mein Gott und bebt mir an sein Vermögen beizu­legen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Gwigkeit.

6. Himmel, Erd und ihre Heere hat er mir zum Dienst bestellt; wo ich nur mein Aug hinfebre, find ich, was mich nährt und hält. Tier und Kräuter und Getreide in den Gründen, in der Höb, in den Büschen, in der See, überall ist meine Weide. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit.

7. Wenn ich schlafe, wacht sein Sorgen und ermuntert mein Ge­müt, daß ich alle liebe Morgen schaue neue Lieb und Güt. Wäre mein Gott nicht gewesen, hätte mich sein Angesicht nicht geleitet, wär ich nicht aus so mancher Angst genesen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Gwigkeit.

8. Wie jo manche schwere Plage 10 wird vom Satan umgeführt, die mich doch mein Lebetage niemals noch bisher gerührt. Gottes Engel, den er sendet, hat das Böse, was der Feind anzurichten ist gemeint, in die Ferne wegges wendet. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit.