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Gesangbuch für die evangelisch-lutherische Kirche in Bayern : [nebst] Anhang kurzer Gebete [und] Ordnung und Form des Hauptgottesdienstes an Sonn- und Festtagen
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Lob- und Danklieder.

und treibt sein heiligs Wort; mein Seel soll auch vermehren sein Lob an allem Ort.

Johann Gramann, geb. 1487,+ 1541. Eigne Melodie.

3. Nun danfet alle Gott mit Derzen, Mund und Händen, der große Dinge thut an uns und allen Enden, der uns von Mut­terleib und Kindesbeinen an un­zählig viel zu gut und noch jeß­and getban.

2. Der ewig reiche Gott woll uns bei unserm Leben ein immer fröblich Herz und edlen Frieden geben, und uns in seiner Gnad erhalten fort und fort, ja, uns aller Not erlösen hier und

Lob, Ehr und Preis jei Gott, dem Vater und dem Sohne, und dem, der beiden gleich, im höchsten Himmelsthrone: dem dreieinigen Gott, als der im An­fang war und ist und bleiben wird jeßund und immerdar.

Martin Rindart, geb. 1586,+ 1649. Eigne Melodie.

4. Nun preiset alle Gottes Barmherzigkeit, lob ihn mit Schalle, werteste Christenbeit! Er läßt dich freundlich zu sich laden, freue dich, Israel, seiner Gnaden.::

2. Der Herr regieret über die ganze Welt, was sich nur rübret, alles zu Fuß ibm fällt. Viel tauien Engel um ihn schweben, ter und Harfen ihm Ehre

1.:,:

Woblauf, ihr Heiden, las 3 Trauern sein, zu grünen

3

Weiden stellet euch willig ein; da läßt er uns sein Wort verkünden, machet uns ledig von allen Sün. den.:,:

4. Er gibet Speise reichlich und überall, nach Vaters Weise

sättigt er allzumal; er schaffet früh und spaten Regen, füllet uns alle mit seinem Segen.::

5. Drum preis und ehre seine Barmherzigkeit, sein Lob ver­mebre, werteste Cbristenbeit! Uns soll binfort kein Unfall scha­den: freue dich, Israel, seiner Gnaden.:,:

Matth. Upelles von Löwenstern, geb. 1594, 1648.

Eigne Melodie.

5. Nun danket all und bringet Ehr, ihr Menschen in der Welt, dem, dessen Lob der Engel Heer im Himmel stets vermeldt.

2. Grmuntert euch und singt mit Schall Gott, unserm böch sten Gut, der seine Wunder über­all und große Dinge tbut.

3. Der uns von Mutterleibe an frisch und gesund erhält und, wo kein Mensch nicht belfen kann,

sich selbst zum Helfer stellt.

4. Der, ob wir ihn gleich hoch betrübt, doch bleibet gutes Muts, die Straf erläßt, die Schuld vers gibt und thut uns alles Guts.

5. Er gebe uns ein fröhlich Herz, erfrische Geist und Sinn und werf all Angst, Furcht, Sorg und Schmerz ins Meeres Tiefe hin.

6. Er lajse seinen Frieden rubn in Israelis Land; er gebe Glück zu unserm Thun und Heil in al lem Stand.

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