Episteln
nicht glauben? Wie sollen sie aber glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie sollen fie aber hören ohne Prediger? Wie sollen sie aber predigen, wo sie nicht gesandt werden? Wie denn geschrieben stehet: Wie lieblich sind denn die Füße derer, die den Frieden vers fündigen, die das Gute verkündigen. Aber sie find nicht alle dem Evangelium gehorsam. Denn Jesaias spricht: Herr, wer glaubt unsern Predigten? So fommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Gottes. Sch fage aber: Haben sie es nicht gehört? Zwar ist je in alle Lande ausgegangen ihr Schall, und in alle Welt ihre Worte.
Evangelium Matth. 4, v. 18.22.
Als nun Jesus an dem Galiläischen Meere ging, sah er zween Brüder, Simon, der da heißt Petrus, und Andream, seinen Bruder; die warfen ihre Neße in das Meer, denn sie waren Fischer. Und er sprach zu ihnen: Folget mir nach, ich will euch zu Menschenfischern machen. Bald verließen sie ihre Neßen, und folgten that nach Und da er von dannen fürbaß ging, sab er zween Bri der, Jacobum, den Sohn Zebedai, und Johannem, seis nen Bruder, im Schiff, mit ihrem Vater Zebedão, daß sie ihre Neße flickten, und er rief sie. Bald verließen fie das Schiff und ihren Vater, und folgten ihm nach.
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Am St. Thomastage.
Epistel, Ephef. 4, v. 3.6.
Gelobet sey Gott und der Vater unsers Herrn Jesu Christi, der uns gesegnet hat mit allerlei geistlichem Seegen in himmlischen Gütern, durch Christum. Wie er uns denn erwählet hat durch denselbigen, ehe der Welt Grund geleget war, daß wir sollten seyn heilig und nnsträflich vor ihm in der Liebe; und hat uns verord net zur Kindschaft gegen thn selbst, durch Jesum Chri flum, nach dem Wohlgefallen seines Willens, zu robe feiner herrlichen Gnade, durch welche er uns pat an genehm gemacht in dem Geliebten.


