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II.
Gottes Regierung und Vorschung.
Wenn du ferner nachdenkeft, wie es in der Welt
zugeht: so wirst du auch einsehen, daß nothwendig ein Gott feyn muß, der alles regiert, anordnet und vorsieht, für alles väterlich forget, und jeglichem ertheilt, was er braucht und verdient.
Jeder Mensch wünscht, daß es ihm wohl gehen möge; aber er muß es auch durch Wohlverhalten vers dienen. Wir halten uns selbst darüber auf, wenn es Einigen besser oder schlechter geht, als sie es nach unserer Meinung verdienen. Es wäre auch wirklich unrecht, wenn es immer so ginge. Es muß also noch ein anderes Leben, eine andere Welt geben, wo das Gute nach Verdienst belohnt, und das Böse bestraft wird. Es muß ein gerechter Nichter seyn, der zu gleich allmächtig und allwissend ist, um Jeden einst zu vergelten, was er verdient hat.
So nothwendig es ist, daß wir uns durch Tugend der Glückseligkeit würdig machen, so nothwendig müssen wir an Gott glauben, der sie Jedem nach Verdienst ertheilt.
Laß dich also in diesem Glauben nicht irre machen, durch die mancherley Ulebel, die es in diesem Leben gibt, und die oft den linschuldigen, wie den Schuldigen treffen. So schön und gut unsere Welt


