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brennende Sonnenstrahl
der Thau: Tropfen, der die auf der Blume glänzt, wie die ungeheure See Eiche, wie der Grashalm, die Distel, wie die Nose; der Wurm im Staube, wie das stolzeste Roß die Biene und meife, wie der größte Künstler und der verachteste unter den Menschen, wie der geehrteste.
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Gewohne dich an diese Aufmerksamkeit, und du wirst die Allmacht, Weisheit und Güte des Schöpfers immer besser erlennen; sie wird dir in Allem, was du siehest und genießest, gleichsam sichtbar und handgreiflich werden. Du weißt noch das Wenigste. Je mehr du kennen lernest, desto mehr Vergnügen und Nugen wirst du davon haben.
Vor allem betrachte dich selbst, o Mensch! Wie wundervoll und künstlich ist dein Leib gebildet! Wie fest und gelentig sind deine Glieder; wie stark und doch fo fein und bequem! Dein Angesicht unterscheidet dich nicht nur von allen Thieren, sondern auch von allen übrigen Menschen. Das Auge oben, um Alles weit umher zu übersehen, so leicht zu öffnen, und zu verschließen, durch die Augenlieder und Hirnschale ge= deckt und geschüßt. Nicht weniger bewunderungswürdig ist das Ohr zum Hören, der Mund zum Reden, und zugleich zum Essen und Uthemholen gemacht. Was kann die menschliche Hand nicht alles machen. Welche Kraft ist im 2rme, welche Stärke in den Schultern, welche Behendigkeit in den Füffen! Wie elend ist ein Blinder, tauber und krüppelhafter Mensch, wenn er auch alles im Ueberfluße hätte! Wie reich bist du dagegen! Du gäbest ihm ja deine Augen, Hände und Füsse um alles Geld nicht hin.-
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