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obliegt, wie du es anfchicken, und gut pollbringen mögeft. Denke im voraus, welche Gelegenheiten sowohl zum Guten, als zum Bösen dir heute kommen könnten, um jene zu benügen, und diese zu vermeiden. Mache gute Vorfäße, und nimm dir besonders vor, dich vor der Sünde möglichst zu hûthen, welcher du am meisten ergeben bist. Du weißt, was dir am gefährlichsten ist; davor nimm dich in Acht; sey vor: fichtig und standhaft. Sage zu Gott und zu dir felbft: Heute, heute will ich doch meinen Vorfah halten. Thust du das täglich, so hast du es mit deiner Besserung fo viel als gewonnen; du wirft nicht mehr leichtsinnig fündigen, und deine llebereilungen fogleich erkennen und bereuen.
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Mit folchen Gedanken geh an die Arbeit, sie geht dir dann noch so gut von Statten.
Die gute Meinung
ist so viel als guter Wille oder Vorfah, Alles so gut zu thun, als man kann, aus Gehorsam und Liebe zu Gott. Aber mit dem Gutmeinen allein ist's noch nicht ausgerichtet; der gute Wille muß ernstlich und vernünftig seyn, und sich in der That zeigen; es muß was man gut meint, auch mit Fleiß und Uleberlegung geschehen, so gut mans fann. Hast du das Deinige gethan, so stelle den Ausgang Gott anheim. Vertrau auf ihn, und sey getroft. Gott sieht auf den redlichen Willen, und nimmt ihn fürs Werk an, wenn das nicht in deiner Macht steht. Die zwey Heller, welche jene arme Witwe gegeben hat, waren vor Gott


