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der Tiefe meines Innersten steigt mein Dank dafür zu Dir empor, der Du sowohl am Tage, als in der Nacht Deine Geschöpfe segnest. In Demuth sollten alle Menschen hinsinken, und Dich, den Schöpfer, Erhalter, Regierer und Erfreuer der Welt anbethen, da Du ein so großes Gebäude aufgeführet, so viel Majestät, Pracht und Herrlichkeit hineingelegt, so viele Güte und Gnade seinen Bewohnern zu Theil werden läßt. Welche Liebe, welche Dankbarkeit sind wir Dir dafür schuldig?
Doch nicht nur allein die Betrachtung der mit neuen Wundern auftauchenden Nacht zeigt mir Deine Vatergüte, es überzeugt mich hievon auch die höchst weise Einrichtung der Natur, wo alles Lebende der wohlthätigen Ruhe zueilt, um in ihr neue Kräfte für den kommenden Tag zu finden. Wie kraftlos wäre doch Dein Geschöpf, wie untauglich am nächsten Tage zu jeder Arbeit, würde nicht die Nacht und mit ihr Erholung und Erquickung heraufkommen? Hat wohlthätiger Schlaf sich unserer Sinne bemächtiget, o dann fliehen die Bedürfnisse des Lebens. Kummer und Schmerz, Sorge und Verdruß, die wir den Tag hindurch vielleicht erfahren, sie finden in ihm den Gränzpunkt ihres Verfolgens. Darum, Heiligster, verleihe, daß mir diese weise Einrichtung des Wechsels von Tag und
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