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Bischöfen und Priestern befohlen zu predigen, so ist den Gläubigen befohlen, zu hören. Uebrigens weiß kein Mensch Alles, und selbst der Bestunterrichtetste und Gelehrteste kann auch vom einfachsten Priester gewinnen. Er kann die Wahrheit von einer neuen Seite beleuchtet und dargestellt, eine Pflicht, einen Trostgrund dargelegt sehen, wie ihm dies noch nie so klar in sein Gemüth hineingeleuchtet hat.
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Versäume also die Predigt unter keinem Vorwande. Sei aber nicht blos körperlich, sondern geistig anwesend, höre mit Aufmerksamkeit zu, beziehe das Gehörte einzig nur auf dich und nicht. auf Andere, und sieh zu, wie du dein Leben darnach einrichtest. Denn nur die werden selig, die das Wort Gottes hören und auch befolgen. Bereite dich daher auch auf die Predigt vor und richte dein Herz zum guten Erdreich her, das da willig ist, den guten Samen aufzunehmen.
Gebet vor der Predigt.
Nach Pf. 118.
Herr, Deine Hände haben mich geschaffen und gebildet; gib mir Verstand, daß ich Deine Satzungen lerne und Deine Worte aufnehme.


