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Zeiten der Apostel bestandenen Gebrauche ersicht: lich ist, vor der eigentlichen Messe, die mit der Opferung beginnt, ein Stück der heiligen Schrift zu lesen und zu erklären, über die Glaubens- und Sittenlehren zu unterrichten und auf die Feier des heiligsten Geheimnisses zu bereiten. Redet auch das zweite Kirchengebot von der Predigt nicht ausdrück= lich, so ist zu bedenken, daß dies Gebot in einer Zeit gegeben wurde, wo noch obiger Gebrauch bestand, Predigt und Messe zu Einem zu verbinden und den Theil vom Eingang bis zum Offertorium mit Einschluß der Predigt die Messe der Täufe linge", den Theil vom Offertorium bis zum Schlusse aber die Messe der Gläubigen" zu nennen, wornach sich also das Gebot, auch die Predigt zu hören, von selbst verstand. Uebrigens wird ja in den Predigten das Wort Gottes vorgetragen und wer aus Gott ist, hört auch Gottes Wort". Die Ausflüchte und Entschuldigungen, die man zuweilen vorbringt, gelten durchaus nicht. Wollte Einer sagen, er sei in der Jugend hinreichend unterrichtet worden, so sehe er wohl, ob er nicht vieles wieder vergessen habe. Weiß Einer auch, was zu glauben und zu thun sei, so bedarf er des Zuspruchs und der Aufmunterung. Bedürfte er auch deffen nicht, so ist er schuldig, denen, die des Unterrichts bedürfen, ein gutes Beispiel zu geben. Und ist den
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