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Der Marianische Dreißigste oder Dreißig Betrachtungen über das Leben und die Schmerzen der göttlichen Mutter : nebst den vorzüglichsten Andachtsübungen eines Christen ; mit Gutheißung der hochw. Ordinariate Trient und Brixen
Entstehung
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Vormunde desto sicherer zu bewahren; sie wollte es, weil es Gott so wollte.

Anmuthung.

O welch' ein Unterschied! Unsere Mut­ter suchte zu verbergen, was sie war, und wir wollen immer mehr scheinen, als wir sind. Maria war zufrieden und froh, daß sie von den Menschen nicht erkannt, so we­nig geachtet wurde; uund wir streben überall nach eitlem Lobe und Ehre. Ja, es thut uns schon wehe, wenn unsere Fehltritte an den Tag kommen, wenn wir manchmal nur eine geringe, oft gar nur eine vermeinte Verach­tung ertragen sollen. So weit sind wir Kinder von dem Beispiele unserer Mutter abgewichen! Aber wir wollen in uns ge­hen! Wir wollen uns um den Beifall, um das Lob der so veränderlichen Welt nicht bekümmern; über ihren Tadel, ihre Gering­schätzung uns nicht betrüben, noch beklagen; aber dafür uns desto eifriger bestreben, uns immer mehr nach dem Willen Gottes zu richten, und uns Seines Wohlgefallens wür­diger zu machen! Mit dem Stande, in den uns Gott gesehet hat, so ungeachtet und nie­

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