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Der Marianische Dreißigste oder Dreißig Betrachtungen über das Leben und die Schmerzen der göttlichen Mutter : nebst den vorzüglichsten Andachtsübungen eines Christen ; mit Gutheißung der hochw. Ordinariate Trient und Brixen
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ten zeitlichen Glücksstande in die äußerste Armuth und Verachtung herabgesunken. Die Ehre, das Glück, die Güter dieser Welt waren nie der Antheil Maria auf dieser Er­de. Ihr Schatz war in dem Himmel, war Der, Der endlich von dem Himmel herab­gestiegen, und ihr Sohn geworden ist. War denn aber dieser, der Schöpfer Himmels und der Erde, nicht ohne Vergleich mehr werth, als alle Seine Geschöpfe? Wie besorgt war sie für Ihn; und wie oft stand sie in Ge­fahr, unter so vielen Nachstellungen Seiner Feinde Ihn zu verlieren; und wie schmerz­lich muß einer solchen Mutter der Verlust eines solchen Sohnes gefallen sein!- Wir bewundern den Job, wenn wir hören, daß er noch in seinem äußersten Elende, nackt und bloß, nur bedeckt mit Geschwüren und Wunden, Gott gepriesen, Ihm gedanket ha­be. So zugerichtet war Job doch nicht, wie da der Sohn Mariä auf ihrem jungfräuli­chen Mutterschooße liegt. Und was thut Maria in der Zeit dieses ihres höchsten Lei­dens? Heiße aber stille Thränen drängen sich über ihre blaßrothen Wangen herab; starr ist ihr Blick gen Himmel gerichtet; ihr Angesicht, wenn wir es recht betrachten wol­

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