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Der Marianische Dreißigste oder Dreißig Betrachtungen über das Leben und die Schmerzen der göttlichen Mutter : nebst den vorzüglichsten Andachtsübungen eines Christen ; mit Gutheißung der hochw. Ordinariate Trient und Brixen
Entstehung
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wenig hat Maria durch die gebenedeite Frucht ihres Leibes, die sie zur Welt gebracht, an ihrer Unversehrtheit verloren. Sie ist also jener edle aus Jakob aufgegangene Stern, dessen göttlicher Strahl die ganze Welt er­leuchtet; dessen Glanz in der Höhe schim­mert, alle Tiefen durchdringt, auf der Erde Licht und Wärme verbreitet, doch mehr über die Herzen, als über die Leiber; indem da­durch die Tugenden genähret, die Laster er­sticket werden. Sie, sage ich, ist jener hell­glänzende, jener funkelnde Stern, der uns, die wir auf diesem weiten und gefahrvollen Weltmeere herumsegeln, so nothwendig ist, der uns dort oben in der Höhe mit seinen Verdiensten vorschimmert, uns durch seine Beispiele den Weg weiset. O seyst du, wer du wollest, wenn du merkest, daß du in dem Laufe dieses deines Lebens auf der Erde mehr zwischen den Stürmen und Ungewittern, wie auf einem Meere, herumschwimmen mußt, als auf dem festen Lande gehen kannst, wen­de nur deine Augen nie von dem Glanze dieses Gestirnes ab, wenn dir doch daran liegt, daß dich die Wellen nicht fortreißen oder bedecken. Erheben sich die Sturmwinde der Versuchungen, gerathest du in die Klip­