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Der Marianische Dreißigste oder Dreißig Betrachtungen über das Leben und die Schmerzen der göttlichen Mutter : nebst den vorzüglichsten Andachtsübungen eines Christen ; mit Gutheißung der hochw. Ordinariate Trient und Brixen
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nem solchen Vater nicht erhalten? Er wird ja wegen seiner Würde erhöret werden; denn der Vater liebet seinen Sohn. Oder getrau­est du dich etwa auch zu ihm nicht? Er ist dein Bruder, dein Fleisch, und hat, da er alle unsere Armseligkeiten, die Sünde allein ausgenommen, erfahren hatte, gelernet, mit­leidig zu sein. Und denke, diesen Bruder hat dir Maria gegeben. Aber vielleicht scheuest du auch an ihm die göttliche Majestät und Herrlichkeit, weil er, obschon er Mensch ge­worden, doch zugleich Gott geblieben ist. Wünschest du auch bei ihm einen Fürspre­cher zu haben? Owende dich nur zu Ma­ria! An ihr findest du nur die Menschheit, doch eine Menschheit, welche nicht nur von aller Befleckung irgend einer Sünde ganz rein, sondern auch von einer ganz besonderen Würde ist. Daher kann ich mit Gewißheit sagen: auch sie wird wegen ihrer Würde er­höret werden. Der Sohn wird ja die Mut­ter, und der Vater den Sohn erhören. Mei­ne Kinder! dies ist die Leiter für uns Sün­der, dieß mein größies Vertrauen, der ganze Grund meiner Zuversicht. Kann wohl der Sohn eine abschlägige Antwort geben oder erhalten? Kann er nicht erhören, oder nicht