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Der Marianische Dreißigste oder Dreißig Betrachtungen über das Leben und die Schmerzen der göttlichen Mutter : nebst den vorzüglichsten Andachtsübungen eines Christen ; mit Gutheißung der hochw. Ordinariate Trient und Brixen
Entstehung
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breiten. Wenn die Sonne, welche die Welt erleuchtet, nicht wäre, wo wäre der Tag? Hätten wir Maria, diesen Meeresstern, nicht, Maria, den Stern dieses großen und weiten Weltmeeres, was bliebe dann unserm Geiste übrig, als ringsumher dichte Nebel, Todes Schatten, die dunkelsten Finsternisse? Lasset sie uns also aus dem innersten Grunde un sers Herzens, mit wahrer Zärtlichkeit und Inbrunst verehren; denn so will es derjeni­ge, der haben wollte, daß wir alles, was wir haben, durch Maria haben sollten! So will es, sage ich, Gott; doch nur zu unserm Heile. Da er alle unsere Armseligkeiten ganz kennt, wollte er uns alle Mittel verschaffen, uns Furchtsamen Muth zu machen, in uns den Glauben zu erwecken, unser Vertrauen zu stärken, uns alles Mißtranen zu beneh­men, uns in der Kleinmuth zu trösten und aufzurichten. Adam, nachdem er gesündiget hatte, getraute sich nicht mehr, vor dem himmlischen Vater sich sehen zu lassen; er erschrack, da er seine Stimme hörte, und ver­barg sich im Gebüsche. Geht es dir etwa manchmal auch so? armes Adamskind! Da rum gab dir Gott, der Vater, Jesum zum Mittler. Was soll ein solcher Sohn bei ei