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Christliches Gesangbuch für die evangelischen Gemeinden des Fürstenthums Minden und der Grafschaft Ravensberg : [nebst] Gebete für evangelische Christen [und] Episteln und Evangelien
Entstehung
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Passion.

Vor Gott gemacht gerecht und gut.

2. Und bitten dich,' wahr Mensch und Gott, Durch deine heilgen Wunden roth, Erlös uns von dem ewgen Tod Und tröst uns in der letzten Noth.

3. Behüt uns auch vor Sünd und Schand Und reich uns dein allmächtge Hand, Daß wir im Kreuz geduldig sein, Uns trösten deiner schweren Pein;

5. Der Fromme stirbt, der recht und richtig wandelt: Der Böse lebt, der wider Gott miß­handelt. Der Mensch verwirkt den Tod und ist entgangen: Du wirst gefangen.

6. Ich war vom Fuß auf vol­ler Schand und Sünden, Bis zu dem Scheitel war nichts Guts zu finden. Dafür hätt ich dort in der Hölle müssen Ewiglich büßen.

7. O große Lieb, o Lieb ohn alle Maße, Die dich gebracht auf diese Marterstraße! Ich lebte mit der Welt in Lust und Freu den, Und du mußt leiden.

86. erzliebster Jefu, was hast du verbrochen, Daß man ein solch scharf Urtheil hat gesprochen? Was ist die Schuld, in was für Missethaten Bist du gerathen?

8. Ach, großer König, groß zu allen Zeiten, Wie kann ich gnugsam solche Treu ausbreiten! Keins Menschen Herz vermag es auszudenken, Was dir zu schen­ken.

2. Du wirst gegeißelt und mit Dorn gekrönet, Ins Ange­sicht geschlagen und verhöhnet, Du wirst mit Essig und mit Gall getränket, Ans Krenz ge­henfet.

9. Ich kanns mit meinen Sin­nen nicht erreichen, Womit doch dein Erbarmung zu vergleichen. Wie kann ich dir denn deine Lie­besthaten Im Werk erstatten?

10. Doch ist noch etwas, das dir angenehme: Wenn ich des 3. Was ist doch wohl die Fleisches Lüste dämpf und zäh­Ursach solcher Plagen? Ach, me, Daß sie aufs neu mein meine Sünden haben dich ge­schlagen! Ich, ach Herr Jesu, habe dies verschuldet, Was du erduldet!

Herze nicht entzünden Mit al­ten Sünden.

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bezahlt der Herre, der Gerechte, Für seine Knechte.

4. Und schöpfen draus die Zuversicht, Daß du uns wirst verlassen nicht, Sondern ganz treulich bei uns stehn, Bis wir durchs Kreuz ins Leben gehn.

Christoph Vischer, st. 1600.

11. Weil aber dies nicht steht in eignen Kräften, Fest die Be­4. Wie wunderbarlich ist doch gierden an das Krenz zu heften, diese Strafe! Der gute Hirte lei- So gieb mir deinen Geist, der det für die Schafe; Die Schuld mich regiere, Zum Guten führe.