Druckschrift 
Christliches Gesangbuch für die evangelischen Gemeinden des Fürstenthums Minden und der Grafschaft Ravensberg : [nebst] Gebete für evangelische Christen [und] Episteln und Evangelien
Entstehung
Einzelbild herunterladen

45

Mel. Mein Herzens Jesu, meine Lust.

6. Name, werde doch in

66. Der Seiland beißet mir Durch Gottes Geist verklä­

Jesus Christ, Von Gott selbst so genennet, Der mir und dir, und wer es ist, Das große Heil gegönnet. Ach, nimm es ungesäumet an; Es freue sich, wer immer fann, Des freuden­vollen Namens.

ret; Denn was verborgen liegt in dir, Kein menschlich Herz ers fähret. Vernunft kann es begreis fen nicht; Ohn Gottes Glanz und Gnadenlicht Bleibt es uns aufgeschlossen.

7. Laß mich empfinden deine Kraft Und innre Süßigkeiten; Und was dein Name Gutes schafft, Laß sich in mir ausbreis ten: So wird der Sündennoth gewehrt, So wird die Last in Lust verkehrt, So bin ich selig. Amen!

Joh. Anast. Freylinghausen, g. 1670 st. 1739.

Neujahr.

2. Dies ist der Name, der uns bringt Vor Gott aufs neu zu Ehren, Der, wie der Chor der Engel singt, Uns Freude kann bescheeren; Der uns in Fried und Freiheit seßt, Mit Gnad und Gaben uns ergößt Und in den Himmel hebet.

3. Denn Jesus ists, der unsre Schuld Sammt aller Straf und Plagen Dunerhörte Lieb und Huld! len tragen. Er war gerecht und ließ doch sich Zur Sünde ma chen, daß du dich In ihm gerecht fönntst nennen.

SUR- CO

GARAG

Mel. Wie nach einer Wasserquelle.

Sat willig wol 67. Ah, wie laufen doch

die Jahre, Wie vers schwindet doch die Zeit! Und ich bleibe von der Bahre Noch bis diesen Tag befreit. Ich weiß wohl, o Lebenslicht, Daß ein Tag zum andern spricht: Alles, was von Adams Erben, Groß und Kleine, müssen sterben.

2. Doch du hast durch deine Güte, Großer Schöpfer, mich bewacht, Daß der Tod die Lei­beshütte Noch nicht in das Grab gebracht. Ach, mich läsfest du noch stehn, Da doch Andre schla­fen gehn Und gar Viele schon begraben, Die noch nicht mein Alter haben.

4. Er ist der rechte Josua, Der uns zur Ruhe bringet; Er als der Priester ist nun da, Dem es so wohl gelinget, Daß er des Herren Tempel baut, An welchem man ihn selber schaut Als festen Grund- und Eckstein.

5. Drum ist in keinem An­dern Heil, Ist auch kein Nam gegeben, Darin wir könnten nehmen Theil Un Seligkeit und Leben; Nur Jesus ist der ein­ge Mann, Der uns das Leben schenken kann. Gelobet sei sein Name!

3. Herr, ich bin ja zu geringe Dieser großen Gütigkeit. Wenn ich meine Rechnung bringe Der