Weihnachten.
39
darfst du nicht mehr dunkel sein.| Reinigkeit der Seelen wieder
bracht; Sie wird als Braut der Gottheit nun gefrönet, Da sie der Himmel selbst so angelacht. Die Menschheit wird nun ganz erneut Und als ein reiner Thron der Gottheit eingeweiht.
5. Die Weisheit spielt mun wieder auf der Erden, Dadurch das Paradies im Menschen grünt. Nun können wir
aus Gott geboren werden, Weil
die Geburt des Herren dazu dient. Die neugeborne Seele spürt, Daß sie ein andrer Geist aus ihrem Ursprung rührt.
6. Kein Elend fann nun unserm Herzen schaden, Immanuel ist bei uns in der Noth; Ich gehe nur zu ihm, dem Quell der Gnaden, So dient mir selbst das Elend und der Tod. Der Jammer hängt mir nur noch an, Der mir in Christo doch nicht schädlich werden kann.
7. Die Sünde kann mich auch nicht mehr verdammen, Weil sie in Christo selbst verdammet ist. Was schaden nun der Seele ihre Flammen, Weil Christi Blut und Wasser auf mich fließt? Jmmanuel löscht ihren Trieb; Er läßt die Seele nicht, er hat sie viel zu lieb.
5. Drum Jesu, schöne Weihnachtssonne, Bestrahle mich mit deiner Gunst; Dein Licht sei meine Weihnachtswonne Und lehre mich die Weihnachtskunst: Wie ich im Lichte wandeln soll Und sei des Weihnachtsglanzes voll. K. Friedr. Nachtenhöfer, geb. 1624, st. 1685.
Mel. Mein Freund zerschmelzt zc.
57. Liebe, die den D Himmel hat zer
riffen, Die sich zu mir ins Elend niederließ, Was für ein Trieb hat dich bewegen müssen, Der dich zu mir ins Jammerthal verwies? Die Liebe hat es selbst gethan, Sie schaut als Mutter mich in meinem Jammer an.
2. Die Liebe ist so groß in deinem Herzen, Daß du für mich das größte Wunder thust; Die Liebe macht dir meinetwegen Schmerzen, Daß mir zu gut du unter Dornen ruhst. O unerhörter Liebesgrad, Der selbst des Vaters Wort ins Feisch gesenket hat!
3. Die Liebe ist mein Anverwandter worden, Mein Bruder ist selbst die Barmherzigkeit. Die Gottheit selbst lebt nun in meinem Orden, Die Ewigkeit vermählt sich mit der Zeit. Das Leben selbst ist Mensch geborn, Der Glanz der Herrlichkeit, das Licht, das wir verlorn.
4. In ihm wird nun die Menschheit ausgeföhnet, Die
8. Ein ewges Leben hab ich nun gefunden, Viel Reichthum, Ehr und Wonne schenkt er mir; Ich bin mit ihm, er ist mit mir verbunden, Den ich in mir mit Liebeswirkung spür. Ich bin vers


