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Christliches Gesangbuch für die evangelischen Gemeinden des Fürstenthums Minden und der Grafschaft Ravensberg : [nebst] Gebete für evangelische Christen [und] Episteln und Evangelien
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Christi

schenfreund, Doch sind dir so viel Menschen feind; Herodis Herz hält dich für Gräul, Und bist doch nichts als lauter Heil.

10. Jch aber, dein geringster Knecht, Ich sag es frei und mein es recht: Ich liebe dich; doch nicht so viel, Als ich dich gerne lieben will.

11. Der Will ist da, die Kraft ist flein; Doch wird dir nicht zuwider sein Mein armes Herz; und was es kann, Wirst du in

Gnaden nehmen an.

12. Hast du doch selbst dich schwach gemacht, Erwähltest, was die Welt veracht; Wardst arm und dürftig, nahmst vorlieb Da, wo der Mangel dich hintrieb.

13. Du schliefst ja auf der Erde Schoß, So war dein Kripp­lein auch nicht groß; Der Stall, das Heu, das dich umfing, War alles schlecht und sehr gering.

14. Darum so hab ich guten Muth, Du wirst auch halten mich für gut. Jesu Christ, dein frommer Sinn Macht, daß ich so voll Trostes bin.

Geburt.

17. Du bist mein Haupt; hin­wiederum Bin ich dein Glied und Eigenthum, Und will, so viel dein Geist mir giebt, Stets dienen dir, wie dirs beliebt.

18. Ich will dein Hallelujah hier Mit Freuden fingen für und für, Und dort in deinem Ehren­saal Solls schallen ohne Zeit und Zahl. paul Gerhardt, g. 1606, ft. 1676

15. Bin ich gleich fünd- und lastervoll, Hab ich gelebt nicht, wie ich soll; Ei, kommst du doch deswegen her, Daß sich der Sünder zu dir fehr.

16. So faß ich dich nun ohne Scheu; Du machst mich alles Jammers frei; Du, trägst den Zorn, du würgst den Tod, Ver­kehrst in Frend all Angst und Noth.

Mel. O daß ich tausend Zungen hätte 56. da mir erſchienen ies ist die Nacht,

Des großen Gottes Freundlich­feit. Das Kind, dem alle Engel dienen, Bringt Licht in meine Dunkelheit; Und dieses Welt­und Himmelslicht Weicht hun­derttausend Sonnen nicht.

2. Laß dich erleuchten, meine Seele, Versäume nicht den Gna­denschein. Dér Glanz in dieser kleinen Höhle Streckt sich in alle Welt hinein; Er treibet weg der Hölle Macht, Der Sünden und des Kreuzes Nacht.

3. In diesem Lichte kannst du seben Das Licht der flaren Se­ligkeit. Wenn Sonne, Mond und Stern vergehen, Vielleicht noch in gar kurzer Zeit, Wird dieſes Licht mit seinem Schein Dein Himmel und dein Alles sein.

4. Laß nur indessen helle scheinen Dein Glaubens- und dein Liebeslicht. Mit Gott mußt du es treulich meinen, Sonst hilft dir diese Sonne nicht. Willst du genießen diesen Schein, So