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Christliches Gesangbuch für die evangelischen Gemeinden des Fürstenthums Minden und der Grafschaft Ravensberg : [nebst] Gebete für evangelische Christen [und] Episteln und Evangelien
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Christi Ankunft.

3. Auf, auf, ihr Vielgeplag- 8. Hat endlich uns betroffen ten, Der König ist nicht fern! Viel Kreuz, läßt er doch nicht Seid fröhlich, ihr Verzagten, Die, welch auf ihn stets hoffen Dort fommt der Morgenstern! Der Herr will in der Noth Mit reichem Trost euch speisen, Er will euch Hülf erweisen, Ja dämpfen gar den Tod.

Mit rechter Zuversicht. Von Gott fommt Alles her; Der läsfet auch im Sterben Die Seinen nicht verderben, Sein Hand ist nicht zu schwer.

4. Nun hört, ihr frechen Sün­der, Der König merket drauf, Wenn ihr verlorne Kinder Jm vollen Lasterlauf Auf Arges seid bedacht, Ja thut es ohne Sor­gen; Gar nichts ist ihm verbor­gen, Er giebt auf Alles Acht.

5. Seid fromm, ihr Unter­thanen, Der König ist gerecht. Laßt uns den Weg ihm bahnen Und machen Alles schlecht. Für­wahr, er meint es gut; Drum lasset uns die Plagen, Die er uns schickt, ertragen Mit uner­schrocknem Muth.

6. Und wenn gleich Krieg und Flammen Uns Alles rauben hin, Geduld! weil ihm zusammen Gehöret der Gewinn. Wenn gleich ein früher Tod Uns, die uns lieb, genommen: Wohlan, so sind sie kommen Ins Leben aus der Noth.

7. Frisch auf in Gott, ihr Armen, Der König sorgt für euch! Er will durch sein Erbar­men Euch machen groß und reich. Der an ein Thier gedacht, Der wird auch euch ernähren; Was Menschen nur begehren, Das steht in seiner Macht.

9. Frisch auf, ihr Hochbetrüb­ten, Der König kommt mit Macht! An uns, sein Herzgelieb­ten, Hat er schon längst gedacht. Nun wird kein Angst und Pein, Noch Zorn hinfort uns schaden, Dieweil uns Gott ans Gnaden Läßt seine Kinder sein.

10. So lauft mit schnellen Schritten, Den König zu be sehn, Dieweil er kommt gerit­ten, Stark, herrlich, sanft und schön. Nun tretet all heran, Den Heiland zu begrüßen, Der al­les Kreuz versüßen und uns er­lösen kann.

11. Der König will bedenken Die, so er herzlich liebt, Mit köstlichen Geschenken, Als der sich selbst uns giebt Durch seine Gnad und Wort. O König, hoch erhoben, Wir alle wollen loben Dich freudig hier und dort.

12. Nun, Herr, du giebst uns reichlich, Wirst selbst drum arm und schwach; Du liebest unver­gleichlich, Du jagst den Sündern nach: Drum wolln wir all in ein Die Stimmen hoch erschwin­gen, Dir Hosianna singen Und ewig dankbar sein.

Joh. Rist, geb. 1607, f. 1667