Druckschrift 
Christliches Gesangbuch für die evangelischen Gemeinden des Fürstenthums Minden und der Grafschaft Ravensberg : [nebst] Gebete für evangelische Christen [und] Episteln und Evangelien
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Sünde und Erlösung.

13

8. Bergießen wird er mir war je Noth, Daß uns auch mein Blut, Dazu mein Leben Gott sollt geben Sein lieben rauben: Das leid ich Alles dir Sohn, Den Gnadenthron, In zu gut, Das halt mit festem dem wir möchten leben. Glauben. Den Tod verschlingt das Leben mein, Mein Unschuld trägt die Sünde dein, Da bist du selig worden.

9. Gen Himmel zu dem Ba­ter mein Fahr ich aus diesem Leben: Da will ich sein der Meister dein, Den Geist will ich dir geben, Der dich in Trübniß trösten soll und lehren mich er- 4. So er uns denn sein kennen wohl und in der Wahr- Sohn hat gschenkt, Da wir sein heit leiten.

3. Wie uns nun hat ein fremde Schuld In Adam all ver­höhnet: Also hat uns ein fremde Huld In Christo all versöhnet. Und wie wir all Durch Adams Fall Sind ewigs Tods gestor­ben: Also hat Gott Durch Chris sti Tod Verneut, das war ver­dorben.

Onu se

Feind noch waren, Der für uns ist ans Kreuz gehenft, Getödt, gen Himmel gfahren, Dadurch wir sein Von Tod und Pein Er­löst, so wir vertrauen In diesen Hort, Des Vaters Wort: Wem wollt vorm Sterben grauen.

10. Was ich gethan hab und gelehrt, Das sollt du thun und lehren, Damit das Reich Gotts werd gemehrt Zu Lob und sei­nen Ehren. Und hüt dich vor der Menschen Gsatz, Davon verdirbt der edle Schatz; Das laß ich dir zu Lezze.

Luther, g. 1483 st. 1546.

20.

urch Adams Fall ist ganz verderbt Menschlich Natur und Wesen; Daffelb Gift ist auf uns geerbt, Daß wir nicht mochtn genesen Ohn Gottes Trost, Der uns er löst Hat von dem großen Scha­den, Darin die Schlang Eva bezwang, Gotts Zorn auf sich zu laden.

2. Weil denn die Schlang Eva hat bracht, Daß sie ist ab­gefallen Von Gottes Wort, das sie veracht, Dadurch sie in uns Allen Bracht hat den Tod, So

5. Er ist der Weg, das Licht, die Pfort, Die Wahrheit und das Leben, Des Vaters Rath und ewigs Wort, Den er uns hat gegeben zu einem Schuß, Daß wir mit Truß An ihn fest sollen glauben; Darum uns bald Kein Macht noch Gwalt Aus seiner Hand wird rauben.

6. Der Mensch ist gottlos und verrucht, Sein Heil ist auch noch ferren, Der Trost bei ei­nem Menschen sucht und nicht bei Gott dem Herren. Denn wer ihm will Ein ander Ziel Ohn diesen Tröster stecken, Den mag gar bald Des Teufels Gwalt Mit seiner List erschrecken.