12 Von der Kraft und Wirkung des Gebetes.
die Stärke des Geistes zu allem Gutenerflehen. Und werden wir uns noch stolz über Andere erheben, wenn wir oft und wiederholt im Gebet uns an unsere Fehler und Gebrechen mit wahrer Demuth erinnern? Werden wir Andere aus Hochmuth verachten, wenn wir täglich im Gebete unsere ganze Unwürdigkeit fühlen? Werden wir Diejenigen, mit denen wir umgehen, durch mürrische Ungeduld lange betrüben? oder gegen die Schwachheiten anderer Menschen unerbittlich strenge sein, wenn wir oft zu demjenigen seufzen, der uns, unserer häufigen Vergehungen ungeachtet, so viele Jahre mit Geduld und unverdienter Nachsicht ertragen hat?
Wie leicht und erwünscht gehen unsere Berufsgeschäfte von statten, wenn wir sie mit dem Gebete anfangen, und uns hiezu Beistand und Erleuchtung von Gott erbitten! Wir fühlen neue Kräfte, so oft wir während der Arbeit an den allsehenden Zeugen denken, in dessen Gegenwart und Namen wir arbeiten, dessen Ehre der
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