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Neues Gesangbuch für die evangelisch-lutherischen Gemeinden in den ehemals kurhessischen Landen : [nebst] Evangelien und Episteln auf alle Sonn- und Festtage
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Um 27. Sonntage nach Trinit. Um Tage Mar. Rein. 39

Epistel, 2 Theff. 1, 3:10.

Wir

ir sollen Gott danken allezeit um euch, lieben Brüder, wie es billig ist, denn euer Glaube wächset sehr, und die Liebe eines Jeglichen unter euch Ullen nimmt zu gegen einander; also, daß wir uns eurer rühmen unter den Gemeinden Gottes, von eurer Geduld und Glauben, in allen euren Verfol­gungen und Trühsalen, die ihr duldet; welches anzeigt, daß Gott recht richten wird, und ihr würdig werdet zum Reiche Gottes, über welchem ihr auch leidet; nachdem es recht ist bei Gott, zu vergelten Trubsal denen, die euch Trúbsal anlegen. Euch aber, die ihr Trubsal leidet, Ruhe mit uns, wann nun der Herr Jesus wird offenbaret werden vom Himmel, sammt den Engeln seiner Kraft, und mit Feuerflammen, Rache zu geben über die, so Gott nicht erkennen, und über, die, so nicht gehor­sam sind dem Evangelio unsers Herrn Jesu Christi; welche werden Pein lei den, das ewige Verderben von dem Ungesicht des Herrn, und von seiner herrlichen Macht; wenn er fommen wird, daß er herrlich erscheine mit feinen Heiligen und wunderbar mit allen Gläubigen.

durch sein Wort gesparet, daß sie zum Feuer behalten werden am Tage des Gerichts und Verdammniß der gottlo­sen Menschen. Eins aber sey euch un­verhalten, ihr Lieben, daß Ein Tag vor dem Herrn ist, wie tausend Jahre, und tausend Jahre wie Ein Tag. Der Herr verziehet nicht die Verheissung, wie es Etliche für einen Verzug achten; sondern er hat Geduld mit uns, und will nicht, daß Jemand verloren werde, son: dern daß sich Jedermann zur Buße kehre. Es wird aber des Herrn Tag fommen als ein Dieb in der Nacht, in welchem die Himmel zergehen werden mit großem Krachen, die Elemente aber werden vor Hiße zerschmelzen, und die Erde, und die Werke, die darinnen sind, wer­den verbrennen. So nun das alles soll zergehen, wie sollt ihr denn geschickt seyn mit heiligem Wandel und gottseligem Wesen, daß ihr wartet und eilet zu der Zukunft des Tages des Herrn, in wel­chem die Himmel vom Feuer zergehen, und die Elemente vor Hige zerschmelzen werden? Wir warten aber eines neuen Himmels, und einer neuen Erde, nach seiner Verheißung, in welchen Gerech­tigkeit wohnet.

Am 27. Sonntage nach Trinitatis.

Evangelium, Matth. 17, 1-9. Siehe oben am 6. Sonntage nach der Erscheinung Christi. Epistel, 2 Petri 3, 3-13.

Lieben Brüder: wiſſet das aufs Erste, in kommen

werden Spitter, die nach ihren eigenen Lústen wandeln, und sagen: Wo ist die Verheißung seiner Zukunft? Denn, nach: dem die Våter entschlafen sind, bleibet es Alles, wie es von Anfang der Krea­tur gewesen ist. Uber Muthwillens wollen sie nicht wissen, daß der Himmel vor Zeiten auch war; dazu die Erde aus Wasser, und im Wasser bestanden durch Gottes Wort; dennoch ward zu der Zeit die Welt durch dieselbigen mit der Sundfluth verderbet. Also auch der Himmel jegund und die Erde werden

Und

Um Tage Marià Reinigung. Evangelium, Luc. 2, 22:32. nd da die Tage ihrer Reinigung nach dem Geses Mosis kamen, falem, auf daß sie ihn darstellten dem brachten sie das Kind Jesu gen Jeru­Herrn.( Wie denn geschrieben steht in dem Gesetz des Herrn: Allerlei Mann­lein, das zum erſten die Mutter bricht, dem geheiligt

daß sie gåben das Opfer, nach dem gesagt ist im Geseß des Herrn: Ein Paar Turteltauben, oder zwei junge Tauben. Und siehe, ein Mensch war zu Jerufalem, mit Namen Simeon, und derselbe Mensch war fromm und gottesfürchtig, und wartete auf den Trost Israels, und der heilige Geist war in ihm. Und ihm war eine Antwort geworden von dem heiligen Geiste, er sollte den Tod nicht sehen, er håtte denn zuvor den Chrift des Herrn gesehen und kam aus Unregen des Geistes in den