Druckschrift 
Neues Gesangbuch für die evangelisch-lutherischen Gemeinden in den ehemals kurhessischen Landen : [nebst] Evangelien und Episteln auf alle Sonn- und Festtage
Entstehung
Einzelbild herunterladen

idlin

Am 15. und 16. Sonntage nach Trinitatis.

32

Bauberei, Feindschaft, Hader, Neid, 3orn, 3ant, 3wietracht, Rotten, Haß, Mord, Saufen, Fressen und derglei= chen, von welchen ich euch habe zuvor gesagt, und sage noch zuvor, daß, die solches thun, werden das Reich Gottes nicht ererben. Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Ge­duld, Freundlichkeit, Gútigkeit, Glaube, Sanftmuh, Keuschheit. Wider solche ist das Geseß nicht. Welche aber Chriftum angehören, die kreuzigen ihr Fleisch, fammt den Lüften und Begierden.

Um 15. Sonntage nach Trinitatis.

nach dem Reich Gottes, und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen. Darum forget nicht für den andern Morgen, denn der morgende Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, daß ein jeglicher Tag seine eigene Plage habe.

Epistel, Gal. 5, 25 u. 6, 1- 10.

o wir im Geiſte leben, ſo laßt uns

im

uns

nicht eitler Ehre geizig seyn unter ein­ander( uns) zu entrüsten und zu hassen. Lieben Brüder, so ein Mensch etwa von einem Fehler übereilet würde, so helfet ihm wieder zurecht mit sanft: müthigem Geist, die ihr geistlich seyd. Und siehe auf dich selbst, daß du nicht auch versucht werdest. Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gefeß Christi erfüllen. So aber sich Jemand láßt dúnken, es sey etwas, so er doch nichts ist, der betrüget sich selbst. Ein Seglicher aber prüfe sein selbst Werk, und alsdann wird er an ihm selber Ruhm haben, und nicht an einem andern. Denn ein Jeglicher wird seine eigene Last tragen. Der aber unter­richtet wird mit dem Wort, der theile mit allerlei Gutes dem, der ihn unters richtet. Irret euch nicht, Gott låst sich nicht spotten. sich nicht spotten. Denn was der Mensch sået, das wird er erndten.

er auf sein Fleisch fået, der wird von dem Fleisch das Verderben erndten. Wer aber auf den Geist sået, der wird von dem Geist das ewige Leben erndten. Laßt uns aber Gutes thun, und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch erndten ohne Aufhören. Uls wir denn nun Zeit haben, so laffe, uns Gutes thun an Federmann, allert meist aber an des Glaubens Genoffen­

Evangelium, Matth. 6, 24-34. Nien iemand kann zweien Herren dienen, entweder er wird einen haffen, und den anderen lieben, oder wird einem anhangen, und den andern ver­achten. Ihr könnet nicht Gott dienen, und dem Mammon. Darum sage ich euch: Sorget nicht für euer Leben, was ihr essen und trinken werdet, auch nicht für euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr, denn die Speise? Und der Leib mehr, denn die Kleidung? Sehet die Vögel unter dem Himmel an; sie såen nicht, fie erndten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen, und euer himmlischer Vater nähret sie doch. Seyd ihr denn nicht viel mehr denn sie? Wer ist unter euch, der seiner Länge eine Elle zuseßen möge, ob er gleich darum forget? Und warum forget ihr für die Kleidung? Schauet die Lilien auf dem Felde, wie sie wachsen; sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, daß auch Sa­lomo in aller feiner Herrlichkeit nicht bekleidet gewesen ist, als derselben Eins. So denn Gott das Gras auf dem Felde also kleidet, das doch heute stehet und morgen in den Ofen geworfen wird; follte er das nicht vielmehr euch thun? ihr Kleingläubigen! Darum sollt

Evangelium, Luc. 7, 11-17.

ihr nicht sorgen und sagen: Was werden und es begab sich darnach, daß

Was werden wir Womit werden wir uns kleiden? Nach solchem allen trachten die Heiden; denn euer himmlischer Vater weiß, daß ihr deß alles bedürfet. Trachtet am ersten

Jesus mit Namen Nain ging, und seiner Jünger gingener viel mit ihm, und vieles Bolk. Wind er aber nahe an das Stadtthor far ch siehe, da trug man einen Todten heraub:

Um 16. Sonntage nach Trinitatis.