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Allgemeine Lob- und Danklieder.
7. Wie ein Vater seinem Kinde niemals ganz sein Herz entzeucht, wenn es gleich, verführt zur Sünde, von dem rechten Pfade weicht, also trägt Gott mein Vergehen, straft gelinde meine Schuld und läßt dann voll Gnad' und Huld mich sein Antlit wieder sehen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit.
8. Seine Strafen, seine Schläge sind auch herzlich wohl gemeint; sie sind, wenn ich's recht erwäge, nichts als Zeichen, daß mein Freund, der mich liebet, mein gedenke und mich von der eitlen Welt, die uns hart gefangen hält, durch die Trübsal zu ihm lenke. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit.
9. Das weiß ich fürwahr und lasse mir's nicht aus dem Sinne gehn, Christenkreuz hat seine Maße und muß endlich stille stehn. Wenn der Winter ausgeschneiet, tritt der schöne Sommer ein: also wird auch nach der Pein, wer's erwarten fann, erfreuet. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit.
10. Weil denn ohne Ziel und Ende deiner Liebe Gaben
sind, o so heb' ich meine Hände zu dir, Vater, als dein Kind, bitte, wollst mir Gnade geben, dir aus aller meiner Macht anzuhangen Tag und Nacht hier in meinem ganzen Leben, bis ich dich nach dieser Zeit lieb' und lob' in Ewigkeit.
Mel. Es ist das Heil uns kommen.
8. Lob, Ehr' und Dank
dem höchsten Gut, dem Vater aller Güte, dem Gott, der alle Wunder thut, dem Gott, der mein Gemüte mit seinem reichen Troft erfüllt, dem Gott, der allen Jammer stillt! Gebt unferm Gott die Ehre!
2. Der Himmel Heere danken dir, Beherrscher aller Thronen; auch wir, die wir, o Vater, hier in deinem Schatten wohnen, wir alle preisen deine Macht, die uns erschuf, die uns bewacht. Gebt unserm Gott die Ehre!
3. Was unser Gott geschaffen hat, das will er auch erhalten; darüber will er früh und spat mit seiner Gnade walten. In seinem ganzen Königreich herrscht macht und Recht und Huld zugleich. Gebt unserm Gott die Ehre!
4. Ich rief zum Herrn in meiner Not: Vernimm, o Gott, mein Flehen! da half mein Hel


