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Advent.
Herzen von den Wunden, die mich schmerzen.
2. Meine Wunden sind der Jammer, Welchen oftmals Tag und Nacht Des Gesetzes starker Hammer Mir mit seinem Schrecken macht. Oder schweren Donnerstimm, Die mir Gottes Zorn und Grimm Also tief ins Herze schläget, Daß sich all mein Blut beweget.
3. Dazu kommt des Teufels Lügen, Der mir alle Gnad absagt, Als müßt ich nun ewig liegen In der Hölle, die ihn plagt. Ja auch, was noch ärger ist, So zermartert und zerfrißt Mich mein eigenes Gewissen Wie mit giftgen Schlangenbissen.
4. Will ich dann mein Elend lindern Und erleichtern meine Pein, Bei der Welt und ihren Kindern, Sink ich tiefer noch hinein; Da ist Trost, der mich betrübt, Freude, die mein Unglück liebt, Helfer, die mir Herzleid machen, Gute Freunde, die mein lachen.
5. In der Welt ist alles nichtig, Nichts ist, das nicht kraftlos wär; Hab ich Hoheit, die ist flüchtig, Hab ich Reichtum, was ists mehr Als ein
Stücklein armer Erd? Hab ich Lust, was ist sie wert? Was ist, das mich heut erfreuet, Das mich morgen nicht gereuet?
6. Aller Trost und alle Freude Ruht in dir, Herr Jesu Christ; Dein Erfreuen ist die Weide, Da man wahre Lust genießt. Leuchte mir, o Freudenlicht, Ehe mir mein Herze bricht, Laß mich, Herr, an dir erquicken, Jesu, komm, laß dich erblicken.
7. Freu dich, Herz, du bist erhöret, Jezzo zeucht er bei dir ein, Sein Gang ist zu dir gekehret, Heiß ihn nur willkommen sein Und bereite dich ihm zu; Gieb dich ganz zu seiner Ruh, Öffne dein Gemüt und Seele, Klag ihm, was dich drück und quäle.
8. Was du Böses hast begangen, Das ist alles abgeschafft; Gottes Liebe nimmt gefangen Deiner Sünde Macht und Kraft. Christi Sieg behält das Feld, Und was Böses in der Welt Sich will wider dich erregen, Wird zu lauter Glück und Segen.
9. Alles dient zu deinem Frommen, Was dir bös und schädlich scheint, Weil dich Christus angenommen Und


