Advent.
7. O Mensch, daß du es
nicht verstehst, Dem König 10.
entgegen
dir
so ganz demütig kömmt Und sich so treulich dein annimmt.
8. Ei nimm ihn heut mit Freuden an, Bereit ihm deines Herzens Bahn, Auf daß er komm in dein Gemüt, Und du genießest seiner Güt.
9. Wo du dies thust, so ist er dein, Bewahrt dich vor der Hölle Pein, Wo nicht, so sich dich eben für, Denn er schleußt dir des Himmels Thür.
10. Sein erste Ankunft in die Welt Ist in sanftmütiger Gestalt; Die andre wird erschrecklich sein, Den Gottlosen zu großer Pein.
11. Die aber jetzt in Christo stehn, Die werden dann zur Freud eingehn Und sizen in der Engel Chor, Daß sie kein Übel mehr
berühr.
12. Dem Vater in dem höchsten Thron, Samt seinem eingebornen Sohn, Dem heilgen Geiste gleicherweis Sei ewiglich Dank, Ehr und Preis.
Michael Weiße. + 1540.
Eigene Melodie.
acht hoch die Thür
die Thor macht weit, Es kommt der Herr der Herrlichkeit, Ein König aller Königreich, Ein Heiland aller Welt zugleich, Der Heil und Leben mit sich bringt; Derhalben jauchzt, mit Freuden singt: Gelobet sei mein Gott, Mein Schöpfer reich von Rat.
2. Er ist gerecht, ein Helfer wert, Sanftmütigkeit ist sein Gefährt. Sein Königskron ist Heiligkeit, Sein Zepter ist Barmherzigkeit; All unsre Not zum End er bringt, Derhalben jauchzt, mit Freuden singt: Gelobet sei mein Gott, Mein Heiland groß von That!
3. wohl dem Land, o wohl der Stadt, So diesen König bei sich hat! Wohl allen Herzen insgemein, Da dieser König ziehet ein! Er
ist die rechte Freudensonn,
Bringt mit sich lauter Freud
und Wonn. Gelobet sei mein Gott, Mein Tröster früh und spat!
4. Macht hoch die Thür, die Thor macht weit, Eur Herz zum Tempel zubereit, Die Palmen der Gottseligkeit Streut hin mit Andacht,


