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Erste Abtheilung.
Lieder
über
die christlichen Glaubenslehren.
Von Gott, dessen Wesen und Eigenschaften.
schaffne Welt in ihrer Ordnung stets erhält, mit Weisheit sie regieret. Du bist es, der nach seinem Rath, auch uns auf unsers Lebens Pfad mit weiser Gnade führet.
6. O wohl mir, Höchster, daß du bist, daß dein Werk Erd und Himmel ist! Nun ist gewiß mein Leben nicht eines blinden Zufalls Spiel; ich darf nach meiner Wünsche Ziel nun nicht vergeblich streben.
Daseyn Gottes. Mel. Kommt her zu mir er könnte zwei
10 23 feln, daß du bist,
o Gott! Der ganze Weltbau ist eine Zeuge deines Lebens. Zu sichtbar ist's, daß Gür' und Macht mit Weisheit ihn hervorgebracht. Nichts ist daran vergebens.
2. Wohin auch nur mein Auge blickt, da seh' ich Ord nung, die entzückt, im Großen und im Kleinen; ich seh', und ganz erstaunt bin ich, wie der Geschöpfe Heere fich zu einem Ziel vereinen.
3. Eins muß dem andern nutzbar seyn, daß die sich ih res Daseyns freun, die sich empfinden können. Und wie? doch wäre die Natur und ihre weise Ordnung nur des Zufalls Werk zu nennen?
4. Nein, wahrlich nicht von ohngefähr entstanden Him mel, Erd' und Meer: so konn te nichts entstehen! Nur du, Gott, schufest die Natur, und einzig deine Kreatur ist Alles, was wir sehen.
Einheit Gottes.
Mel. Es ist das Heil uns
5. Du bist's, der die ge- 11 Der Herz ist Gott
und mehr.
Froh
7. Mein Sehnen nach Zu friedenheit, mein Durst nach ew'ger Seligkeit wird sicher nun gestillet, wenn nur zu dir mein Geist sich hält und nicht die schnöde Lust der Welt hier mein Gemüth erfüllet.
8. Drum soll es stets mir Freude seyn, dir, Gott, mein ganzes Herz zu weih'n, zur Ehre dir zu leben. Du wirst mir dann in jeder Noth hier reichen Trost und einst im Lod des Himmels Wonne geben.


