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Weißenfelser neues Gesangbuch : zum Gebrauch bei öffentlichen und häuslichen Gottesverehrungen ; nebst einem Anhange einiger Gebete
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Zur Feier des heiligen Abendmahls.

Und wie verhielt ich mich in eigenen Leiden und Widerwärtigkeiten? trug ich mit Geduld, was mir Gott auflegte, und erkannte ich, daß er mich aus väterlicher Liebe züchtigte? oder war ich unzufrieden, ungeduldig, und verfündigte mich durch mürrisches Betragen an Gott und Menschen?

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that?

Ließ ich mir's auch bisher recht angelegen sein, so ge= finnet zu werden, wie Jesus Christus gesinnet war, und ihm in seiner Menschenliebe, Unschuld, Gutmüthigkeit, Geduld, Versöhnlichkeit und andern Tugenden ähnlicher zu werden? habe ich ein feusches, reines Herz, so daß ich nicht nur der Werke der Finsterniß mich enthalte, son­dern auch unzüchtige Gedanken und alle Arten der Unrei­nigkeit des Geistes verabscheue und den ernsten Versuchun­gen sogleich durch Gebet und Andenken an Gott wider­stehe? ward mein Nebenmensch durch meine Gespräche er bauet, oder habe ich ihn durch schlüpfrige Neden geärgert und zur Sünde gereizet? sind mir Lügen, Verstellung und Falschheit verhaßt?

Habe ich Geduld mit den Fehlern und Schwachheiten derer, die um mich sind, und bin ich darauf bedacht, sie mit Liebe und Sanftmuth zu bessern? oder habe ich sie durch ungegründeten Argwohn, Zorn und Bitterkeit noch. mehr verschlimmert? verzeihe ich allen meinen Feinden und Beleidigern von ganzem Herzen, so wie ich wünsche, daß mir mein Gott auch verzeihen möge? bin ich bereit, ihnen alle nützliche Dienste zu leisten, die ich ihnen leisten kann? oder wünsche ich ihnen Böses, und würde ich mich freuen, wenn ihnen etwas Böses begegnete?

Verstehe ich auch, wozu Jesus das heilige Abendmahl eingesetzt hat; welchen Nußen Diejenigen davon haben, die es recht gebrauchen, und was ich dabei zu überlegen und zu thun habe? habe ich ein aufrichtiges Verlangen, durch diese Gedächtnißfeier des Todes Jesu mich auf eine besonders kräftige Weise im Glauben, in der Liebe zu mei­nem Erlöser und in seiner treuen Nachfolge zu stärken?-

Ach, tief beschämt fühle ich es, mein Gott und Va­ter, daß ich dir auf Tausend nicht Eins antworten, vor dir nicht bestehen kann, wenn du mit mir in's Gericht gehen wolltest. Mit Wehmuth und Reue erkenne und bekenne ich