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Weißenfelser neues Gesangbuch : zum Gebrauch bei öffentlichen und häuslichen Gottesverehrungen ; nebst einem Anhange einiger Gebete
Entstehung
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schenft, Gott ist allgegen­wärtig!

2. Wenn sich in stiller Einsamkeit der Geist zu Gott erhebet und voll von hoher Seligkeit in heil'ger Andacht schwebet, dann sieht sein milder Vaterblick mit Wohlgefallen unser Glück; Gott ist allgegen­wärtig!

3. Wenn ich, zu thun, was ihm gefällt, den from­men Vorsatz fasse; wenn ich die Eitelkeit der Welt und jedes Laster hasse, so stärkt mich Schwachen sei­ne Kraft; denn er, der das Vollbringen schafft, Gott ist allgegenwärtig!

4. Wenn er mir heitre Tage giebt und dieses Le­bens Freuden, und wenn er meine Tugend übt durch Prüfungen und Leiden, so zag' ich nicht; er ist auch da mit seiner Hülf' und Güte nah'; Gott ist all­gegenwärtig!

5. Und wenn mein Auge sterbend bricht, wenn jeder Sinn mir schwindet, wenn selbst des Freundes Trö­stung nicht das bange Herz

Gott, dessen Dasein,

empfindet und nicht mehr liebend schlagen kann: 0, bester Vater! dann, auch dann bist du mir gegen­wärtig.

6. Dann führet mich der Tod hinauf zu deines Him­mels Freuden, und ich be­ginn' den neuen Lauf, nun ewig frei von Leiden. Dann seh' ich dich, der Alles lenkt, der hier mir Trost, dort Wonne schenkt, mir immer gegenwärtig.

Elisa von der Nede.

Allmacht Gottes. Mel. Sei Lob und Ehr' dem sc. 12. Wie groß, o Gott,

ist deine Macht, du Herr, durch den wir le­ben! Wie viel hast du her­vorgebracht, wie viel auch uns gegeben! Wer über­schaut das Sternenheer? wer zählt die Welten weit umher? wer zählt die We­sen alle?

2. Herr, der du Erd' und Himmel füllst, dein All­machtsruf: es werde! be­wirft im Himmel, was du willst, bewirkt es auf der Erde. Zu hoch ist nichts