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mein ganzes Thun und alle meine Sorgen; was meine Seele denkt, war dir bereits bekannt, eh' der Gedanke noch in meiner Seel' entstand.
Gott, dessen Dasein,
2. Nie spricht mein Mund ein Wort, das du, o Herr, nicht wissest; du schaffest, was ich thu', und ordnest, du beschließest, was mir begegnen soll. Erstaunt seh' ich auf dich; wie groß ist dein Verstand, wie wunderbar für mich!
3. Wohin, wohin soll ich vor deinem Geiste fliehen? Wo könnt' ich jemals wohl mich deinem Aug' entziehen? Führ' ich gen Himmel auf, so bist du, Höchster, da; führ' ich zur Tief' hinab, auch dort bist du mir nah'.
4. Und nähm' ich, schnell zu fliehen, die Fittiche vom Morgen; selbst an dem fernsten Meer blieb' ich dir nicht verborgen; auch da umschlösse mich doch deine Allmachtshand; denn du bist überall, und dein ist jedes Land.
5. Wollt' ich in Finster
niß mich deinem Aug' entziehen, so sucht' ich doch umsonst auch da dir zu entfliehen. Die dickste Finsterniß ist vor dir helles Licht; die Nacht glänzt wie der Tag vor deinem Angesicht.
6. Du wähltest schon mein Loos, eh' ich mich selber kannte; du bildetest mein Herz, ch' es dich Vater nannte. Ich danke dir, daß du mich wunderbar gemacht und meiner, eh' ich war, schon liebend hast gedacht.
7. Wie herrlich sind vor mir des Ewigen Gedanken! Unzählbar sind sie mir, sind ohne Maaß und Schranken. Mit Ehrfurcht will ich stets auf dich, mein Schöpfer, fehn, dir folgen und dein Lob, so gut ich kann, erhöhn.unstig
8. Erforschyen lehr' mich, Gott, und prüfen, wie ich's meine, ob ich der wirklich bin, der ich zu sein mir scheine. Und wenn mein Fuß vielleicht sich einem Irrweg naht, so leite mich) zurück auf eb'nen, bessern Pfad.
Cramer.


