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Jahrg. II. Feiert. Barthol., Matthäi, Simonis u. Judä. 117
Markt der Samariter, daß sie ihm Herberge bestelleten. Und sie nahmen ihn nicht an, darum daß er sein Angesichte gewendet hatte zu wandeln gen Jerufalem. Da aber das seine Jünger, Jakobus und Johannes, sahen, sprachen ste: Herr, willt du, so wollen wir sagen, daß Feuer vom Himmel falle und verzehre sie, wie Elias thät? Jesus aber wandte sich und bedräuete sie und sprach: wisset ihr nicht, welches Geistes Kinder ihr seyd? Des Menschen Sohn ist nicht kommen, der Menschen Seelen zu verderben, sondern zu erhalten.
Am Feiertag Bartholomäi.
Evangelium, Marci 3, 31-35.
Und es kam die Mutter Jesu und seine Brüder und stunden haußen, schickten zu ihm und ließen ihm rufen.( Und das Volk saß um ihn.) Und sie sprachen zu ihm: siehe deine Mutter und deine Brüder draußen fragen nach dir. Und er antwortete ihnen und sprach: wer ist meine Mutter und meine Brüder? Und er sahe rings um sich auf die Jünger, die um ihn im Kreise saßen, und sprach: siehe, das ist meine Mutter und meine Brüder. Denn wer Gottes Willen thut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter.
Am Feiertag Matthäi.
Evangelium, Matth. 21, 28-32.
Was dünket euch aber? Es hatte ein Mann zween Söhne, und gieng zu dem ersten und sprach: mein Sohn, gehe hin und arbeite heute in meinem Weinberge. Er antwortete aber und sprach: ich wills nicht thun. Darnach reuete es ihn und gieng hin. Und er gieng zum andern und sprach gleich also. Er antwortete aber und sprach: Herr, ja; und gieng nicht hin. Welcher unter den zweien hat des Vaters Willen gethan? Sie sprachen zu ihm: der erste. Jesus sprach zu ihnen: wahrlich ich sage euch: die Zöllner und Huren mögen wohl ehe ins Himmelreich kommen denn ihr. Johannes kam zu euch und lehrete euch den rechten Weg, und ihr glaubetet ihm nicht; aber die Zöllner und Huren glaubeten ihm. Und ob ihrs wohl sahet, thatet ihr dennoch nicht Buße, daß ihr ihm darnach auch geglaubt hättet.
Am Feiertag Simonis und Judä. Evangelium, Luca 17, 5-10.
Und die Apostel sprachen zu dem Herrn: stärke uns den Glauben. Der Herr aber sprach: wenn ihr Glauben habt als ein Senfkorn und saget zu diesem Maulbeerbaum: reiß dich aus und versezze dich ins Meer; so wird er ench gehorsam seyn. Welcher ist unter euch, der einen Knecht hat, der ihm pflüget oder das Vieh weidet, wenn er heim kommt vom Felde, daß er ihm sage: gehe bald hin und setze dich zu Tische? Ists nicht also, daß er zu ihm saget: richte zu, daß ich zu Abend esse, schürze dich und viene mir, vis ich esse und trinke, darnach sollt du auch essen und trinken? Danket er auch demselbigen Knechte, daß er gethan hat was ihm befohlen war? Ich meine es nicht. Also auch ihr, wenn ihr alles gethan habt was euch befohlen ist, so sprechet: wir sind unnüze Knechte; wir haben gethan das wir zu thun schuldig waren.


