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Gesangbuch für die evangelische Kirche in Württemberg : [nebst] Die Leidensgeschichte Jesu Christi, aus den vier Evangelisten zusammengefaßt; Sonn-, Fest- und Feiertägliche Evangelien und Episteln; Gebete
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116 Jahrgang II. Feiertag Petri u. Pauli, Dakobi d. gröss.

der, die mit ihm zu Tische saßen, befahl ers ihr zu geben und schickte hin und enthauptete Johannes im Gefängniß. Und sein Haupt ward hergetragen in einer Schüssel und dem Mägblein gegeben; und sie bracht es ihrer Mutter. Da kamen seine Jünger und nahmen seinen Leib und begruben ihn und kamen und verkündigten das Jesu.

Am Feiertag Petri und Pauli.

A. Evangelium, Luc. 5, 1-11.

Es hegab sich aber, da sich das Volk zu Jesu drang, zu hören das Wort Gottes, und er stund am See Genezareth und sahe zwei Schiff am See stehen, die Fischer aber waren ausgetreten und wuschen ihre Neße; trat er in der Schiffe eins, welches Simonis war, und bat ihn, daß ers ein wenig vom Lande führete. Und er sagte sich und lehrete das Volk aus dem Schiff. Und als er hatte aufgehört zu reden, sprach er zu Simon: fahre auf die Höhe und werfet eure Nege aus, daß ihr einen Zug thut. Und Simon antwortete und sprach zu ihm: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet, und nichts gefangen; aber auf dein Wort will ich das Reze auswerfen. Und da fie das thäten, beschlossen sie eine große Menge Fische, und ihr Neß zerriß. Und sie winketen ihren Gesellen die im andern Schiff waren, daß sie kämen und hülfen ihnen ziehen. Und sie kamen und fülleten beide Schiff voll, also daß sie sunken. Da das Simon Petrus sah, fiel er Jesu zu den Knieen und sprach: Herr! gehe von mir hinaus, ich bin ein fündiger Mensch. Denn es war ihn ein Schrecken ankommen und alle die mit ihm waren, über diesem Fischzug, den sie mit einander gethan hatten, desselbigen gleichen auch Ja­kobum und Johannem, die Söhne Zebedäi, Simonis Gesellen. Und Jesus sprach zu Simon: fürchte dich nicht! denn von nun an wirst du Menschen fahen. Und sie führeten die Schiff zu Lande und verließen alles und folgeten ihm nach.

B. Morgenlection, 1 Cor. 3, 3-13.

Denn sintemal Eifer und Zank und Zwietracht unter euch sind;- seyd ihr denn nicht fleischlich und wandelt nach menschlicher Weise? Denn so einer faget: ich bin Paulisch? der ander aber: ich bin Apollisch; seyd ihr denn nicht fleischlich? Wer ist nun Paulus? Wer ist Apollo? Diener sind sie, durch welche ihr seyd gläubig worden; und dasselbige, wie der Herr einem jeglichen gegeben hat. Ich habe gepflanzet, Apollo hat begossen, aber Gott hat das Gedeihen gegeben. So ist nun weder der da pflanzet, noch der da begeußet, etwas, sondern Gott, der das Gedeihen gibt. Der aber pflanzet und der da be­geußet, ist einer wie der ander. Ein jeglicher aber wird seinen Lohn empfahen nach seiner Arbeit. Denn wir sind Gottes Gehülfen; ihr seyd Gottes Ader. werk und Gottes Gebäu. Ich von Gottes Gnaden, die mir gegeben ist, hab den Grund gelegt, als ein weiser Baumeister, ein anderer bauet darauf. Ein jeglicher aber sehe zu, wie er darauf baue. Einen andern Grund kann zwar niemand legen, außer dem der gelegt ist, welcher ist Jesus Christ. So aber jemand auf diesen Grund bauet Gold, Silber, Edelsteine, Holz, Heu, Stoppeln, so wird eines jeglichen Werk offenbar werden, der Tag wirds klar machen.

Am Feiertag Jakobi des Größern.

Evangelium, Luc. 9, 51-56.

Es begab sich aber, da die Zeit erfüllet war, daß Jesus sollte von hinnen genommen werden, wendete er sein Angesichte, stracks gen Jerusalem zu wan­beln. Und er sandte Boten vor ihm hin; die giengen hin und kamen in einen