der Stadt Jerusalem. NO
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Bräutigam! Ein Geschrei über| phanussagt, als Mörder und Veralles Volt! Und das klägliche räther, den gerechten und unschulSchreien trieb er Tag und Nacht| digen Christum getödtet batten, an einander, und lief wüthend in ist es mit dem ganzen Jüdischen der Stadt umher. Und wiewohl Reich in allen Städten immer ärihn etliche mit Geißeln und Ruger geworden. Die Hohenpriethen straften, die diese Worte, als ster hoben an, übten Tyranney eine böse Deutung über die Stadt, nicht gerne hörten, so hörte er doch nicht auf. Und als man die sen Menschen hat gebracht vor den Landpfleger, welchen die Römer da hatten, der ihn auch mit GeiBeln hart bis aufs Blut stäupen und peitschen ließ, hat er doch mit feinem Wort Gnade gebeten, hat auch nicht eine Zähre oder Thräne gelassen, sondern ohne Unterlaß überlaut geschrieen: Weh! Weh! Weh dir, o du armes Jerusalem! Albinus, der Richter, hat ihn als einen Thoren verachtet. Dieser Mensch aber ist sie ben Jahre an einander nicht viel mit Leuten umgegangen, sondern allein gegangen, wie ein Mensch, der etwas tief bei sich besinnet, oder tichtet, und hat immerdar diese Worte von sich hören lassen: Weh! Weh dir, o du armes Jerusalem! Und von solchem Rufen ist er nicht müde geworden. Und als die Stadt nun ist von den Römern belagert gewesen, ist er auf den Mauern umher gegangen, und hat immer geschrieen: Weh über den Tempel! Weh über das ganze Volk! Und zulegt hat er auf eine Zeit diese ungewöhnlichen Worte dazu gesagt: Wehe auch mir! Und in dem Worte ist er ungefähr von der Feinde Geschoß getroffen und also todt geblieben. Diese und andere große Zeichen sind vorher gegangen, ehe Jerusalem zerstört ist.
wider die andern Priester. Unter den andern Gewaltigen war allerlei Haß und Neid, und schickte sich alles zur Uneinigkeit im Regiment, und ließ sich ansehen, daß eine große Aenderung und Zerrüttung des Reichs vorhanden wäre. Auf solchen Zwiespalt uud Haß der Gewaltigen unter sich, erhoben sich Rotten und allerlei partheiische Zertrennungen. Und außerdem trug sich zu allerlei Unglück, viel Raubens und Mordens in der Stadt und außer Jerusalem, und schickten sich alle Sachen, daß beide Regiment geiſtlich und weltlich, zu Trümmern geben wollten. Darüber begab sichs auch, daß der Kaiser Nero Cestium Florum in das Jüdische Land schickte; und als er den Juden sehr hart war, und mit vie len Dingen seinen Geiz, Stolz und Muthwillen übte, haben ihn die Juden verjagt; und als er mit ihnen zu schlagen kam, hat er fünf tausend Mann der Seinen verloren. Also wütheten die Juden durch GOttes Verhängniß, daß sie auch wider die Römer sich seßten, und von ihnen abfielen. Als aber der Kaiser Nero das erfuhr, schickte er Flavium Vespasianum mit seinem Sohn Tito in Syriam.
Nun wollen wir von der Zerstörung an ihr selbst auch kurz reden. Da die Juden, wie Ste:
Orient, Diese Zeit ist im ganzen wie auch Tranquillus schreibt, eine gemeine Sage und Gerücht gewesen, daß eben um diese Zeit Etliche, so aus Judäa kommen würden, sehr groß und ganz mächtig in aller Welt sollten werden. Und wiewohl das an dem geistlichen
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