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Morgengesänge.
mich allen Lüsten, mich nicht mehr 20. Mel. Aus meines Herzens. zu verwüsten.
Dir,
HErr, will ich lobsingen 8. Sei gnädig mir auch heut' mit Herzen und mit Mund, und sonsten allezeit, dein Wort sei meine Speise auf dieser Lebensreise, und laß mich deinen Willen gehorsam stets erfüllen.
und ein Danfopfer bringen in dieser Morgenstund'; HErr, höre meine Stimm', und wollst mich nicht verschmähen, wann ich will vor dir stehen. Ach HErr, mein Wort vernimm.
9. Mein GOtt! du bist's allein, deß ich will eigen sein. HErr JEsu, meine Wonne, sei meines Herzens Sonne; mein Geist, Seel' und mein Leben sei dir, HErr, stets ergeben.
2. Ich bin nicht werth der Güte, die du an mir beweist, du, der mir mit Behüten so große Treu ge= leist't. Du hast mich diese Nacht mit deinem Schuß umgeben, be hütet Leib und Leben durch große Macht.
10. Und wenn ich von der Erd' einst gehn und scheiden werd', so laß mich, Vater, kommen zum Frieden aller Frommen, die dich im Himmel droben mit voller Freude loben. I. Laff.
19. Mel. O JEfu Christ, mein's. ie Nachtwach' nun vergangen ist, wir danken dir, HErr JEsu Christ, daß du uns, frei von aller Plag', gesund läßt sehen diesen Tag.
2. Wir bitten dich, du Gnadenstrahl, leucht' uns in diesem Jammerthal, beschirm' uns täglich und auch heut', bewahr' uns ferner allezeit.
3. Daneben gieb uns Fried' und Ruh, und was uns nöthig ist, dazu. Durch deine starke Gnadenhand beschüße uns und unser Land.
4. All' Sünd' und Schwachheit uns verzeih', ein gut Gewissen auch verleih. Gieb, daß wir deines Namens Ehr' ausbreiten immer mehr und mehr.
5. Und wenn es dir, o HErr, gefällt, uns abzufordern von der Welt, so gieb ein sel'ges Ende hier, daß wir dort ewig sein bei dir.
6. O JEsu Christ, erbarme dich, hör' unire Bitte gnädiglich. Durch dein Verdienst, durch deinen Tod erlöse uns aus aller Noth.
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3. Es ist der Mensch auf Erden gleich wie in einem Streit, mit Trübsal und Beschwerden umge= ben allezeit; wo dann dein Hülf' nicht wär', so müßt er bald vergehen, nicht lang' würd' er bestehen in so großer Beschwer.
4. Nun aber du gedenkest, was wir für ein Gemächt, darauf dein' Güt' uns schenfest, die hilfet uns zurecht, die hilfet allem Fleisch, die hilft in allen Nöthen; auch wenn man uns wollt' tödten, hilfet sie allermeist.
5. Sieh' an, HErr, mein Elende, und steh mir ferner bei, vergieb mir meine Sünde, dein'n guten Geist verleih, daß er auf rechter Straß' mich allezeit thu' führen, und ich sein'n Trost mög' spüren, ießt und ohn' Unterlaß.
6. Trost hab' ich doch vonnöthen, da ich stets hoff' auf GOtt, und wenn er mich sollt' tödten, doch werd' ich nicht zu Spott, sondern dieser Trübsal will ich mich christlich rühmen, billig dem HErren dienen in diesem Jammerthal.
7. Ach HErr, wollst mir auch geben des Glaubens Freudigkeit, Geduld, Hoffnung daneben in recht'r Beständigkeit, daß ich bis an mein End' ein'n guten Kampf


