Morgengesänge.
was finster, suche fern von Wahrheit, nah dem Fluche.
6. Arges thun ist dir entgegen, wer's vollbringet, haßt das Licht, und verscherzet deinen Segen; dein verklärtes Angesicht fennet alle Winkel wohl; was auch nicht geschehen soll, bringest du zum Tagesscheinen, kehrest schnöde Lust in Weinen.
7. Leite mich durch deine Güte sonder Irren diesen Tag, vor Gefährlichkeit behüte, daß ich freudig leben mag: Christi Führen ist mein Schuß, allen Feinden biet' ich Truß, Satans Mord, der Menschen Hassen, Noth und Unfall muß mich lassen.
8. Und indem ich mich bekleide, tröstet mich ein besfrer Schmuck, JEsu, deine weiße Seide, deiner Folge Bildungsdruck stell' ich meiner Seelen dar, dein Verdienst vertreibt Gefahr, deine Folge lehret eben in Gerechtigfeit mich leben.
9. Dieser Tag sei mir ein Bilde der erwünschten Ewigkeit, da im Paradiesgefilde höret auf der Erden Zeit. Christe JEsu, führe mich hier im Leben heiliglich, bringe mich ohn' alle Klage zu des ew'gen Lebens Tage.
M. Heinr. Elmenhorst. 7. Mel. Herzlich thut mich. ant sei GOtt in der Höhe in dieser Morgenstund', durch den ich wied'r aufstebe vom Schlaf frisch und gesund; mich hatte zwar gebunden mit Finsterniß die Nacht, ich hab' sie überwunden durch GOtt, der mich bewacht.
2. Ich will dich wied'rum bitten, o Schußherr Israel: du wollst treulich behüten den Tag mein'n Leib und Seel'! All christlich Obrigkeiten, unsr' Schulen und Gemein' in diesen bösen Zeiten laß dir befohlen sein.
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3. Erhalt mich durch dein' Güte bei gesunder, reiner Lehr', vor Keßerei behüte, streit für dein Wort und Ehr', daß wir mit unserm Samen immer in einem Geist sprechen: Des HErren Namen sei groß und hoch gepreis't.
4. Dem Leibe gieb daneben Nahrung und guten Fried', gesund und mäßig Leben, dazu ein fröhlich G'müth, daß wir in allen Ständen Tugend und Ehrbarkeit lieben, und Fleiß drauf wenden, als rechte Chriſtenleut.
5. Gieb mildiglich dein'n Se= gen, daß wir nach dein'm Geheiß wandeln auf guten Wegen, thun unser Amt mit Fleiß, daß ein Jeder sein Neße auswerf und auf dein Wort sein'n Trost mit Petro sebe, so geht die Arbeit fort.
6. Was dir gereicht zu Ehren und der Gemein' zu Nuß, das will der Satan wehren mit List und großem Truß; doch kann er nichts vollbringen, weil du, HErr JEsu Christ, herrichest in allen Dingen, und unser Beistand bist.
7. Wir sind die zarten Reben, der Weinstock selbst bist du, daran wir wachs'n und kleben, und bringen Frucht darzu. Hilf, daß wir an dir bleiben, und wachsen immer mehr, dein guter Geist uns treibe zu Werken deiner Ehr'.
M. 3. Mühlmann. S. Mel. Auf meinen lieben GOtt.
as große Licht der Welt von die
Nacht abdecket, und uns vom Schlaf erwecket, es leuchtet unsrer Erden, und läßt uns munter werden.
2. Wir stehn vom Schlafe auf, und richten unsern Lauf zu unsern Tageswerten, die wir genau bemerken, es sehen uns're Sinnen mit Fleiß auf ihr Beginnen.
3. Ach, heil' doch unser Herz von allem seinem Schmerz, in dem sich 2 3 unsre


