10
Erster Theil.
-
drum gib, daß ich dein Wort, oft
und mit Andacht lese: das Wort,
das deinen Rath von unserm Heil
enthält. Dank sei dir für dies
3. Mein Gott, vor welchem ich jetzt meine Hände falte, gib, daß ich allezeit dein Wort für Wahrheit halte; und laß mich deinen Nath empfindungsvoll verstehn, die Wunder am Gesetz, am Wort vom Kreuze sehn!
Wort, den größten Schatz der Welt. 10. Find ich in deinem Wort noch 2. Erfülle mein Gemüth mit Ehr- manche Dunkelheiten, so laß mich furcht und Vertrauen, mit Luft und einen Freund, der mehr, als ich sieht, frommem Ernst dadurch mich zu erleiten. Ein forschender Verstand, der bauen. Du bists, der in der Schrift sich der Schrift geweiht, ein ange zu meiner Seele spricht; o segne doch fochtnes Herz hebt manche Dunkelheit. an mir, Herr, deinen Unterricht.
5. Gib, daß dein kräftig Wort, o Gott, mein Herze rühre, und daß ich mir den Spruch oft zu Gemüthe führe, der mich vor andern rührt. D stärke mich durch ihn mit Ernst und Munterkeit, das Gute zu vollziehn.
Vom Worte Gottes.
und die Vernunft alsdann nehmen, wenn Gott sich ist der Geschöpfe Pflicht; und weise spricht. Demuth ists, zu glauben, was Gott
6. Um tugendhaft zu sein, dazu sind wir auf Erden. Wer deinem Wort gehorcht, den läss'st du inne werden, die Lehre sei von dir, die uns die Bibel gibt! man lernt ihr Wort verstehn, wenn man es treulich übt.
4. Du, aller Wahrheit Gott, kannst mich nicht irren lassen. Untriglich ist dein Wort; o laß mich daraus fassen,
so viel mein Heil verlangt. Du biste, 9. G
der Weisheit gibt, wenn man sie redlich sucht, und aus Gewissen liebt.
7. Spricht sie geheimnisvoll, so laß mich dies nicht schrecken. Kein endlicher Verstand kann dich, Gott, ganz entdecken. Du bleibst unendlich hoch. Was mir dein Wort erklärt, nicht was mein Witz verlangt, ist meines Glaubens werth.
8. Sich seines schwachen Lichts bei Gottes Licht nicht schämen, ist Ruhm,
gefangen offenbart,
9. Erinmre mich hieran, wenn mich die Zweifel kränken, und lehre mich dabei zu meinem Heil bedenken, dort ſei die Zeit des Schauns, und hier des Glaubens Zeit; dort wachse, wie mein Glück, mein Licht in Ewigkeit.
11. Stets sei dein Wort mir werth! Es ist mein Glück auf Erden, und wird es einst noch mehr in jenem Leben werden. Nie irre mein Gemüth der Bibelfeinde Spott! die Lehre, die sie schmähn, bleibt doch dein Wort, o Gott!
Mel. Nun danfet alle Gott.
elobt seist du, o Gott,
für deines Wortes Lehre! Gib,
Vater, daß ich sie mit Andacht
fleißig höre. O, mache doch mein
Herz von Vorurtheilen rein und
laß dein Wort mein Licht auf
meinen Wegen sein.
2. Laß mich im Forschen doch die Wahrheit nie verfehlen, und nie, was schädlich ist, für wahres Heil erwählen. O Höchster, leite selbst den forschenden Verstand, so wird, was du mich lehrst, auch recht von mir erkannt.
3. Wie thöricht ist es doch, bloß andern Menschen glauben! Das heißt,


