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Geistliche und liebliche Lieder : welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt ... nebst einigen Gebeten / ... und einer Vorrede von Johann Porst
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Um Linderung der Schmerzen. 63

meine Seele in deine Hän- so wollest du mir hel­de, dein heiliger Enge! sei fen. O du gütiger GOtt, mit mir, daß der böse Feind so komme mir zu Hülfe, keine Macht an mir finde, und wo ich ja mein Le­durch JEsum Christum, ben mit solchem Schmerz deinen lieben Sohn, unsern und großer Noth beschließen HErrn, in Kraft des hei- soll, so wende doch dein vå­ligen Geistes. Amen. terliches, freundliches und gnädiges Angesicht nicht von mir, sondern hilf mir durch den heiligen ch lieber Vater im Him- Geist in solcher meiner mel, wie große Schmer- Noth, daß ich das un­zen, Angst und Noth habe aussprechliche, große Lei­ich an meinem Leibe, die den und die große Qual ich leider mit meinen Sün- meines HErrn Christi vor den wohl verdienet habe. Augen habe und ihm nach Lieber Vater, schaue an, mein Leiden mit Geduld wie meine Krankheit reißt, ertrage, damit ich nicht tobt, wüthet, peiniget und solcher Leibesnoth halber hitzt und so gar anhält mich versündige, sondern und laß dich erbarmen; beständig bleibe im Glau­denn ich bin ia dein liebes ben und Anrufung bis an Kind und ein Bruder dei mein Ende, wie die lieben nes geliebten Sohnes JE- Märtyrer, um JEsu Chri­su Christi. Thuts doch ei- fti, deines lieben Sohnes nem irdischen Vater wehe willen. Amen. Si und geht ihm ins Herz, wenn er sein Kind sieht Ergebung in Krankheit. gutige:

Roth und Schmerzen lei- tt, ich sage dir von

den: das wollest du viel­

mehr an mir thun und aus Herzen Dank für deine solcher Erbarmung mir zu väterliche Züchtigung, da­Hülfe kommen in dieser mit du mir zu erkennen großen Leibesnoth. Lin- giebst, daß ich auch dein dere meine Schmerzen, und Kind bin, dieweil du mei­wenn dirs gefällt, so nimm nem Geist helfen willst, wi­fie gar weg. Ach HErr, der das muthwillige Fleisch wie willst du mein fo gar zu streiten, welches mich vergessen; eile mir zu hel- oft verführt und überwun­fen, ich verzage sonst in den hat. Aber ich bitte dieser Angst. Hast du mich dich, barmherziger GOtt, doch heißen dich um Hülfe um Gnade und Geduld, anrufen in der Noth, und daß ich diese dein Züchti­versprochen, daß du daraus erretten willst, und gesagt, weil ich deiner begehre,

Um Linderung der Schmerzen.

gung nach deinen Willen möge annehmen und erlei­den, und daß ich in der 42 Wahr­