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Gebet einer Waise.
Erhöre ihr Gebet und segne allen Lüsten des Fleisches ihre Nahrung. Behüte sie widerstehen, damit ich dir vor allem Uebel Leibes und sowohl jetzt in meinen under Seele. Und wenn ihre mündigen Jahren, als Zeit vorhanden ist, so laß künftig in meinem vollstånsie sanft und stille einschla- digen Alter, in meinem Befen, und nimm sie zu dir ruf, mit unbeflecktem Geins ewige Vaterland, durch wissen diene, und endlich JEsum Christum. Amen. dein ewiges Reich ererbe Joh. Arnd. um meines lieben Heilandes willen. Amen. Rambach.
Gebet einer Waise. Nieber himmlischer Vater,
da du mir meine irdi
Gebet zur Zeit des Aufruhrs und Krieges. Umächtiger,
schen Eltern durch den Tod ewiger hinweggenommen, so halte GOtt, barmherziger * ch mich desto genauer zu himmlischer Vater, wiedir, dem Vater über alles, wohl wir durch unsere was Kinder heißt im Him- mannigfaltige Bosheit, unmel und auf Erden. Du süchtig Leben und schwere hast mich ia in der heili- Laster nicht allein den augen Taufe zu deinem Kin- ßerlichen Krieg, sondern de angenommen, auch be- den ewigen Tod und Versonders in deinem Wort derben ganz wohl verdieversprochen, ein Vater und net haben: ach HErr, so Erretter der Waisen zu sein. bekennen wir uns vor detAch bewahre mich, daß ich ner göttlichen Majestät als mich deiner Fürsorge nicht arme Schuldige, und bedurch muthwillige Sünden gehren Gnade und Barm= verlustig mache, sondern herzigkeit, bitten und bevielmehr in meinem gan- gehren auch, o gütiger zen Leben sie reichlich er- GOtt, du wollest zu diefahren möge. Erwecke mir ser Zeit rechte Mittel und gute Gönner und Freunde, Wege gnädiglich verschafdie sich meiner erbarmen. fen und schicken, daß der Gieb, daß meine Vormun- Krieg, daraus alles lebel, der und Pfleger sich mei- Jammer und Elend, beide ner treulich annehmen und an Leib und Seel, durch mich zu allem Guten er des Feindes Anstiftung er= ziehen; ich aber ihnen eben folget, niedergeleget und geden Gehorsam, den ich leib- meiner Friede und Einiglichen Eltern schuldig bin, keit gemacht werde, daß erweise, ihrem Rath folge wir in Stille und rechter und ihrer Strafe mich un- Ruhe des Gemüths und terwerfe. Laß mich in dei- der Zeit mögen deiner herrner Furcht wandeln, böse lichen Namen preisen, in Gesellschaft vermeiden, und deinem Beruf und Willen
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