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Geistliche und liebliche Lieder : welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt ... nebst einigen Gebeten / ... und einer Vorrede von Johann Porst
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56 Gebet der Eltern für ihre Kinder. unsern Wegen. Fallen ten, begnade auch meine wir dann, so wirf uns nicht armen Kinder mit deinem weg, sondern halt uns bei heiligen Geist, der in ib­der Hand, und richte uns nen die wahre Furcht wieder auf. Lindere uns GOttes anzünde, welche unser Kreuz, und tröste uns ist der Weisheit Anfang wieder, und verlaß uns und die rechte Klugheit; nicht in unserer Noth. wer darnach thut, deß Lob Gieb auch, daß wir das bleibet ewiglich. Beselige Zeitliche nicht lieber haben, sie auch mit deiner wah­denn das Ewige. Denn ren Erkenntniß, behüte fie wir haben ja nichts in die vor aller Abgötterei und Welt gebracht, werden auch falscher Lehre, laß sie in nichts mit hinaus bringen. Dem wahren seligmachen­Darum laß uns nicht dem den Glauben und in aller leidigen Geiz, der Wurzel Gottseligkeit aufwachsen alles Ulebels, nachhängen, und darin bis ans Ende sondern nachjagen dem verharren. Gieb ihnen ein Glauben und der Liebe, gläubiges, gehorsames, de­und ergreifen das ewige Le- müthiges Herz, auch die ben, dazu wir berufen sind. rechte Weisheit und Ver­GOtt der Vater segne uns stand, daß sie wachsen und und behüte uns! GOtt zunehmen an Alter und der Sohn erleuchte sein Gnade bei GOtt und den Angesicht über uns und Menschen. Pflanze in ihr

sei uns gnädig! GOtt der Herz die Liebe deines gott­heilige Geist erhebe sein Angesicht auf uns und gebe uns Friede! Die heilige Dreieinigkeit bewahre un­sern Eingang und Ausgang von nun an bis in Ewig­keit. Amen. Joh. Arnd.

lichen Wortes, daß sie seien andächtig im Gebet und Gottesdienst, ehrerbietig gegen die Diener des Wor­tes und gegen jedermann, aufrichtig in Handlung, schamhaftig in Geberden, züchtig in Sitten, wahr­haftig in Worten, treu in Werken, fleißig in Geschäf­

Ach getreuer, lieber GOtt tett, glückselig in Berrich­

tungen Berufes

und und Erhalter aller Crea- Amtes, verständig in Sa­turen! Ich danke dir von chen, richtig in allen Herzen für die Leibesfrüch- Dingen, sanftmuthig und te, so du mir durch deinen freundlich gegen alle Ment­Segen gegeben han; und schen. Behüte sie vor al­bitte dich herzlich, weil du len Aergernissen dieser gesagt hast, du wollest dei- Welt, daß sie nicht ver­nen heiligen Geist geben führet werden durch böse allen, die dich darum bit- Gesellschaft. Laß sie nicht in

Gebet der Eltern für ihre Kinder.