54 Gebet christlicher Eheleule.
ihnen davon rede, daß sie, geerntet haben, wider mich HErr, deine Wege halten gen Himmel schreie und und thun, was recht und mir Sünde sei, sondern gut ist, auf daß ihnen alles des Tages gebe, daß die das Gute widerfahre, das Sonne nicht darüber undu uns geredet hast, daß tergehe. Laß mich nicht ich den HErrn ehre von Wucher und Uebersatz von meinem Einkommen, den meinem Nächsten nehmen Armen und Dürftigen Gu- und ihn beleidigen, daß mein tes thue, auf daß der Se- Segen nicht verflucht werde gen in meinem Hause bleibe und mir alles unter den und ein bleibend Wesen Händen zerrinne, daß ich habe. Laß mich des gegen- mir genügen lasse an dem, wärtigen Gutes zum Le- das da ist, und gefallen, ich ben und nicht zur Sünde habe wenig oder viel; auch brauchen, daß ich von dei- thue mir deine Gnade, daß tem Segen in deiner Furcht ich mich in allem meinem esse und trinke, meiner sau- Thun und Leben als ein ren Arbeit genieße und nicht christlicher Hausvater erzeiein anderer sie verzehre. ge und in deinen Gütern O reicher GOtt im Thron! treu beweise, damit ich in Armuth und Reichthum der Rechnung wohl bestehe gieb mir nicht, laß mich und als ein frommer und aber mein bescheiden Theil treuer Knecht über viel geSpeise dahin nehmen, ich setzet werde, zu meines möchte sonsten, wo ich zu HErrn Freude eingehe und satt würde, verleugnen und sagen: Wer ist der HErr? ich habe genug, wie kann mirs fehlen? Oder wo ich zu arm würde, möchte ich stehlen und mich an dem Namen GOttes vergreifen,
selig werde, um Chrifti willen: so will ich dir hier zeitlich danken, daß du mich mit deinen Gütern gesåttiget hast, und dort mit Abraham, Isaak und Jakob, deinen Dienern, im zürnen GOtt und meinem Himmelreich dich ewig pretKönige fluchen. sent. Ament. 3. Heermann.
Lieber
Gebet christlicher Eheleute.
HErr und Meister, der du
alles mit Lindigkeit und vie
lem Verschonen regierest, laß mich meinem eigenen Barmherziger gnädiger
der und Gesinde christlich du hast uns nach deinem regieren, Arbeitern and Ta- gnädigen Willen und göttgeldhnern nicht unrecht licher Vorsehung in den thun, damit nicht der ab- heiligen Ehestand gesetzt, gebrochene Lohn der Ar- daß wir nach deiner Ordbeits- und Ackersleute und nung darin leben sollen. derer, die unser Land ein- Darum trösten wir uns auch
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