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Geistliche und liebliche Lieder : welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt ... nebst einigen Gebeten / ... und einer Vorrede von Johann Porst
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52 Gebet d. Unferthanen für ihre Obrigkeit.

che und dem Erbschaden von ihnen Schuß habe, daß ju viel einräumen, in ihrem ich unter ihnen ein filles, Muthwillen und eigenen geruhiges Leben führen Sinnen aufwachsen, wider- möge in aller Gottseligkeit spenstig und halsstarrig und Ehrbarkeit. Und weil werden. Darum, o du du, lieber Vater, der Könige heiliger GOtt, pflanze in Herzen in deiner Hand haft die Herzen aller Jugend und leiteft dieselben wie die die Furcht deines göttlichen Wasserbäche, so regiere auch Namens, und der heilige unsere liebe Obrigkeit mit Geist, welchen sie in ihrer deinem heiligen Geist, daß Taufe empfangen haben, sie vor allen Dingen GOt­regiere und treibe sie zu tes Wort lieb haben, ihre allem Guten, daß sie dein Thore weit machen und Wort, dein Gesetz und die Thuren in der Welt Gebote lernen, dasselbige hoch, daß bei ihnen und auf ihr Herz binden und in ihren Landen der König an ihren Hals hängen, als derEhren einziehe, der HErr ihren Schmuck, damit sie Zebaoth stark und machtig dir dienen in rechtschaffe- im Streit; daß sie Pfleger nem Glauben und christ- und Säugammen seien det­lichem Gehorsam, hier zeit- ner heiligen christlichen Kir­lich und dort ewiglich. che; daß sie deinen lieben Amen. Habermann. Sohn küssen, daß er nicht zurne; daß fie dem HErrn dienen mit Furcht und sich für die Obrigkeit. freuen mit Zittern. Ich GOit, du HErr al- ihnen deine himmlische ler HErren und König Weisheit, die um deinen aller Könige, du Herrscher Thron ist. Denn durch über den ganzen Erdkreis, dieselbe regieren die Könige, der du alle Obrigkeit hast und die Rathsherren setzen eingesetzt und gesagt durch das Recht. Gieb, daß fie deinen werthen Apostel: hören das Geschrei der Ar­Es ist keine Obrigkeit, fie men, und der Wittwen und ist von GOtt geordnet; Waisen Recht nicht beugen. und wer der Obrigkeit wi- Laß sie fürstliche Gedan­derstrebet, der widerstrebet fen haben und darüber hal­GOttes Ordnung. Gieb ten. Gieb ihnen die Glück­mir, lieber Vater, und lehre seligkeit Davids, die Weis­mich, daß ich die Obrigkeit heit Salomonis, die Sieg­für deine Ordnung erkenne, haftigkeit Josua, die Stärke dieselbe fürchte, liebe und Simsons. Gieb ihnen die ehre; und verleihe Gnade, Liebe der Gerechtigkeit, be­daß ich und alle Untertha- ständigen Muth und Ta­nten durch sie mit Gerech- pferkeit wider alle Unge­tigkeit regieret werde und rechtigkeit, glücklichen Fort­gang

Gebet der Unterthanen

Gieb