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Geistliche und liebliche Lieder : welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt ... nebst einigen Gebeten / ... und einer Vorrede von Johann Porst
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50 Für die Lehrer der Kirche.

die deine Diener höhnen.| ihnen, die unvergångliche Ich sage dir aber herzlich Krone der Ehre empfahen, Dank für deine getreuen wenn du als der Erzhirte Boten, die dein Heil ver- erscheinen wirst. Gieb, lie­kündigen, Gutes predigen, ber GOtt, deinem Don­Friede verkündigen. Und ner Kraft, und dein Wort bitte dich, du wollest an mit großen Schaarenallen getreuen Dienern der vangelisten, daß sie ihre Kirche und Lehrern deines Stimmen erheben wie die Wortes deine Verheißung Posaunen, und nicht scho­erfüllen, da du sprichst: nen, sondern uns unsere Ich lege mein Wort in Uebertretung verkündigen, deinen Mund, und bedecke und daß sie machtig sind, dich unter dem Schatten zu strafen und kräftig zu meiner Hände, auf daß trösten. Hilf, daß sie die ich den Himmel pflanze und verlorenen Schäflein su­die Erde gründe. Pflanze chen, die Verwundeten hei­deinen geistlichen Himmel, len, die Schwachen verbin­lieber GOtt, mit gläubi- den und die Fetten warten. gen, leuchtenden Sternen, Hilf, daß sie mit feurigen und ziere die Erde mit Zungen reden, daß es durchs Pflanzen der Gerechtigkeit Herz gehe, daß unsere Her­zu deinem Lob und Preis. zen zu dir bekehret und Schmücke die Lehrer der von der Welt abgewandt Kirche mit vielem Segen, werden, und von der Au­daß sie einen Sieg nach genluft, Fleischeslust und dem andern erhalten wider von dem hoffährtigen Le­Sünde, Tod, Teufel, Hölle ben; daß durch ihre Buß­und Welt, daß man sehe, predigten in uns heilsame der rechte GOtt sei zu Traurigkeit erweck et werde, Zion. Gieb auch, daß wir die eine Reue wirke zur unsern Lehrern gehorchen Seligkeit, die niemand ge­und ihnen folgen, als die reuet. Thue unsere Herzen da wachen für unsere auf, wie der Lydia, daß Seele, und dafür Rech- wir hören und verstehen, nung geben müssen, daß was sie uns in deinem Na­sie ihr Amt mit Freuden men predigen. Sei durchs thun, und nicht mit Seuf- Wort fraftig. Gieb uns zen; denn das ist uns nicht den heiligen Geist, der uns gut. Gieb ihnen auch, daß lehre und in alle Weisheit sie ihr Amt williglich thun, leite. Lehre du inwendig und die Heerde weiden, und erleuchte unsern Ver­nicht gezwungen, sondern stand. Tröste du inwen­williglich, nicht um schånd- dig im Herzen. Denn so liches Gewinnstes willen, du inwendig nicht lehrest, sondern von Herzensgrund, so ist alle auswendige Lehre daß beide, fie und wir mit unfruchtbar. Darum, wenn Pau­

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