28
Um 9. Sonntage nach Trinitatis.
Trauben lesen von den Dornen, oder Güter umgebracht. Und erforderte ihn, Feigen von den Disteln? Also, ein feg- und sprach zuibm: Wieböreich dasvon licher guter Baum bringet gute Früchtir? ThueRechnung von deinem Hauste; aber ein fauler Baum bringet arge Früchte. Ein guter Baum kann nicht arge Früchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen. Ein jeglicher Baum, der nicht gute Früchte bringet, wird abgebauen und in das Feuer geworfen. Darum, an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Es werden nicht Alle, die zu mir sagen: Herr, Herr, in das Himmelreich kommen; sondern die den Willen thun metnes Vatere im Himmel. Es werden Viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, baben wir nicht in deinem Namen geweisfaget? Haben wir nicht in deinem Namen Teufel ausgetrieben? Saben wir nicht in deinem Namen viel Thaten gethan? Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie erkannt, weichet alle von mir, ihr Uebelthäter.
balten? denn du kannst binfort nicht mehrhaushalter seyn. Der Hausbalter sprach bei sich selbst: Was soll ich thun? Mein Herr nimmt das Amt von mir, graben mag ich nicht, so schäme ich mich zu betteln. Ich weiß wohl, was ich tbun will, wenn ich nun von dem Amt geſetzt werde, daß sie mich in ihre Häusernehmen. Und er rief zu sich alle Schuldner feines Herrn, und sprach zu dem ersten: Wiestel bistdu meinem Herrn schuldig? Ersprach: Hundert TonnenDels. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Brief, sebe dich, und schreibe flugs funfzig. Darnach sprach er zu dem andern: Du aber, wie viel bist du schuldig? Er sprach: Hundert Malter Wetzen. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Brief, und schreibe achtzig. Und der Herr lobete den ungerechten Haushalter, daß er flüglich gethan hätte. Denn die Kinder dieser Welt sind klüger, denn die Kinder des Lichts in ihrem Geschlecht. Und ich sage euch auch:
Epistel, Röm. 8, 12-17.
sind wir nun, lieben Brüder, nicht dem Freunde mit
daß wir nach dem Fleisch leben. Denn wo thr nach dem Fleisch lebet, so wer. det för sterben müssen; wo ihr aber durch den Geist des Fletsches Geschäfte tödtet, so werdet ihr leben. Denn welche der Geift Gottes treibet, bie find Gottes Kinder. Denn ihr habt nicht einen frechtlichen Geißt empfangen, daß ihr euch abermal fürchten müßtet; sondern ihr babt einen findlichen Geist empfangen, durch welchen wir rufen: Abba, lieber Vater! Derselbe Geist giebt Zeugniß unserm Geist, daß wir Gottes Kinder sind. Sind wir denn Kinder, so find wir auch Erben, nämlich Gottes Erben, und Miterben Christi; so wir anders mit leiden, auf daß wir auch mit zur Herrlichkeit erhoben werden.
Am 9. Sonntage nach Trinitat.
Evangelium, Luc. 16, 1-9. * s war ein reicher Mann, der hatte einen Haushalter, der ward vor bm berüchtiget, als hätte er tbm seine
rechten Mammon, auftaß, wenn ihr nun darbet, sie euch aufnehmen in die ewigen Hütten.
Epiftel, 1 Cor. 10, 6-13.
Das ist aber uns zum Vorbild geſche. uns nicht gelüsten laffen des Bösen, gleich wie jene geLüstet hat. Werdet auch nicht Abgöttische, gleichwie jener Etliche worden, als geschrieben fitebet: Das Volk setzte sich nieder zu essen und zu trinken, und stand auf zu spielen. Auch laft uns nicht hurerei tretben, wie Etliche unter fenen Hurerei trieben, und fielen auf einen Tag dret und zwanzig tauſend. Lasset uns aber auch Christum nicht versuchen, wie Etliche von fenen ihnverfuchten, und wurdenvonden Schlangen umgebracht. Murret auch nicht, gleichwiejener Etlichemurreten, und wurden umgebracht durch den Verderber. Solches alles widerfubr ibnen zum Vorbilde; es ist aber geschrieben uns zur Warnung, auf welche das Ende der Welt kommen ist. Darum, wer sich


