Um 1. und 2. Sonntage nach Trinitatis.
24
Wege! Denn wer bat des Herrn Stnn erkannt? Oder, mer til sein Rathgeber gewesen? Ober, wer bat ihm etwas zuvor gegeben, das ihm werde wieder vergolten? Denn von tbm und durch tón, und in ihm sind alle Dinge. Ihm fey Ebre in Ewigkeit, Amen.
Um 1. Sonntage nach Trinitatis.
Evangelium, Luc. 16 19-31. Es war aber ein reicher Mann, der
fleidete sich mit Purpur und föhlt der Leinwand, und lebte alle Tage herrlich und in Freuden. Es war aber ein Armer, mit Namen Lazarus, der lag vor seiner Thür voller Schwären, und begeörte sich zu sättigen von den Brofamen, die von bes Reichen Tische fielen: doch kamen die Hunde, und leckten ihm seine Schwären. Es begab sit aber, daß der Arme starb, und ward getragen von den Engeln in Abrahams Schoos. Der Reiche aber starb auch und ward begraben. Als er nun in der Hölle und in der Qual war, bob er seine Augen auf, und sabe Abrabam von ferne, und Laza
rum in ſeinem School, rief und sprach:
Abraham, erbarme
mei
ner, und sende Lazarum, daß er das Neußerste seines Fingers ins Wasser tauche, und füble meine Zunge; denn ich leide Pein in dieser Flamme. Abrabam aber sprach: Gedenke Sohn, daß
ihnen ginge, so würden sie Buse thun* Er aber sprach zu ihm: Hören sie Mosen und die Propbeten nicht, so werden sie auch nicht glauben, ob Jemand von den Todten auferflünde. E
Epistel, 1 Joh. 4, 16-21. ott ist die Liebe, und er in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott, und Gott in thm. Daran ist die Liebe völlig bet uns, auf day wir eine Freudigkeit haben am Tage des Gerichts; denn gleichwie er ist, so sind auch wir in dieser Welt. Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die völlige Liebe treibet die Furcht aus; denn die Furcht hat Pein. Wer sich aber fürchtet, der ist nicht völlig in der Liebe. Lasset uns ihn lieben, denn er hat uns erst geliebt. So Semand spricht: It liebe Gott, und baffet seinen Bruder, der ist ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebet, den er siebet, wie kann er Gott lieben, den er nicht siehet? Und dies Gebot haben wir von ihm, daß, wer Gott liebet, daß der auch seinen Bruder Itebe.
Um 2. Sonntage nach Trinitat.
Evangelium, Luc. 14, 16-21. Es war ein Mensch, der matte ein grof und ludViele dazu. Und sancte seinen Knecht aus zur Stunde des Abendmahle, zu sagen den Geladenen: Kommt, denn es isi Alles berettet. Und sie fingen an, Ase nach einander sich zu entschuldigen. Cererste
du dein Gutes empfangen baß in dei- sprach zu ihm: ich habe einen Acker ge. nem Leben, und Lazarus dagegen bat Böses empfangen; nun aber wird er getröstet, und du wirst gepeiniget. Und über das Alles ist zwischen uns und euch eine große Kluft befestiget, I daß die da molten von binnen binab fahren zu euch, können nicht, und auch nicht von bannen zu uns berüber fabren. Da sprach er: So bitte ich dich, Vater, taß du ibn sendest in meines Baters Haus; denn ich babe noch fünf Brüder, daß er ihnen bezeuge, auf daß sie nicht auch kommen an die ſen Ort der Qual. Abraham sprach zu ihm: Ste baben Mofen und die Propoeten: lag sie diefelben bören. Er aber sprach: Nein, Vater Abraham; sondern wenn einer von den Totten zu
fauft, und muß hinausgeben, und ihn besehen; tchbittedich, entschuldigemich. Und der Andere sprach: Ich babe fünf Joch Ochsen gekauft, und ich gebe jetzt bin, sie zu beseben; ich bitte dich, entschuldige mich. Und der Dritte sprach: Ich habe ein Weib genommen, tarum kann ich nicht kommen. Und der Knecht kam, und sagte das seinem Herrn wie der. Daward der Hausherr zornig und sprach zu seinem Knechte: Gebe aus bald auf die Straßen und Gassen der Stadt, und fübredte Armen und Krüppel, und Lahmen und Blinden berein. Und der Knecht sprac: Herr es ist gescheben, was du befoblen bast, es ist aber noch Raum da. Und der Herr sprach zu dem Knechte: Gehe aus auf


