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Erste Abtheilung. Gerechtigkeit Gottes.
f. Heiligkeit und Mel. Es ist gewißlich an der zeit zc.
20. Gerechter gott! vor dein gericht Muß alle welt sich stellen; Du wirst in ihrem angesicht Auch mir mein urtheil fällen.
Mel. Jesu, deine tiefen wunden.
laß mich jede ſünde scheun, Und 21. Gott! vor deffen angeſichte
dir
billig uns erfüllt! Ew'ges licht, aus dessen lichte Stets die reinste klarbeit quillt! Laß doch deine beiligkeit Unsern herzen jederzeit Kräftige ermuntrung geben, Nach der heiligung zu streben.
2. Hellig ist dein ganzes wesen, Denn kein böses ist an dir. Ewig bist du so gewesen, Und so bleibst du für und für. Was dein wille wählt und thut, Ist unsträflich, recht und gut, Und mit deines armes stärke Wirkst du stets vollkommne werke.
3. Herr! du willst, daß deine finder Deinem bilde ähnlich seyn. Nie besteht vor dir der fünder; Denn du bist vollkommen rein. Du bist nur der frommen freund; Uebelthätern bist fünden, Kann vor dir nicht gnade du feind. Wer beharrt in seinen finden.
4. O! so laß uns nicht verscherzen, Was du uns noch zugedacht. Schaffe in uns reine herzen! Töot in uns der fünden macht! Denn was sind wir, gott! vor dir? Du bist heilig, aber wir Sind verderbt, und wer kann zählen, Großer gott, wie oft wir fehlen?
einst zu bestehen.
2. Du siehst von deinem bohen thron Auf alle menschenfinder; Bestimmtest jedem seinen lohn, Dem fremmen und dem sünder. Nie siehst du die personen an; Auf das allein, was wir gethan, Siehst du gerechter richter.
3. Viel gutes und barmherzigkeit Giebst du schon hier den frommen; Du schüßest sie vor manchem leid, Darein die fünder kommen. So zeigest du vor aller welt, Daß dir der eifer wohlge
fällt, Den man der tugend widmet.
4. Sa, herr, du liebst, was recht und gut; Du bist ein freund der from men. Wer deinen willen gerne thut, Wird von dir aufgenommen; Sein sinn und thun gefällt dir wohl, Ist er gleich nicht, so wie er soll, Ganz heilig, ganz vollkommen.
5. Doch dem, der dich, o gott, nicht scheut, Dem frevelnden verbrecher, Der dein geseß und recht entweibt, Bist du ein strenger rächer. Verachtung, elend, schmerz und bobn, Gewissensmarter sind sein lohn Oft schon in diesem leben.
6. Und bleibt auch hier viel ungestraft, Viel gutes unbelohnet, So kommt ein tag der rechenschaft, Der keines sünders schonet. Da stellest du ins hellste licht, Wie recht und billig dein gericht; Dann triumphirt der fromme.
7. Gerechter gott, laß mich wie du, Das gute, eifrig lieben; Gieb selber mir die kraft dazu, Es willig auszuüben. Regt sich die fünde noch in mir, So stärke mich die furcht vor dir, Daß ich sie überwinde.
8. Und weil vor dir, gerechter gott Nur die allein bestehen, Die gläubig auf des mittlers tod Bei wahrer reue
seben: So laß mich die gerechtigkeit, Die mich von schuld und straf befreit Im glauben eifrig suchen.
5. Uns von sünden zu erlösen, Gabst du deinen sohn dahn. O! so reinige vom bösen Durch ihn unsern ganzen sinn. Gieb uns, wie du selbst verheißt, Gieb uns deinen guten geist, Daß er unsern geist regiere Und zu allem guten führe.
6. Keiner sündlichen begierde Bleibe unser berz geweibt! Unsers wandels größte zierde Sey rechtschaffne heiligteit! Mach uns deinem bilde gleich! Denn zu deinem bimmelreich Wirst du, herr! nur die erheben, Die im glauben heilig leben.


